Vier Fragen an Norbert Killewald (SPD), Kandidat für den Südkreis Kleve bei den Landtagswahlen in NRW

Vier Fragen an Norbert Killewald (SPD), Kandidat für den Südkreis Kleve bei den Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen am 14. Mai 2017
Vier Fragen an Norbert Killewald (SPD), Kandidat für den Südkreis Kleve bei den Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen am 14. Mai 2017

Vier Fragen an Norbert Killewald (SPD), Kandidat für den Südkreis Kleve bei den Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen am 14. Mai 2017

Norbert Killewald traf ich auf dem Marktplatz der Blumenstadt Straelen, die zu seinem Wahlkreis gehört. Nachdem ich bereits mit mehreren Kandidaten für die NRW-Landtagswahl Interviews veröffentlicht hatte, sprach ich den Sozialdemokraten an, ob er nicht auch teilnehmen möchte. Er sagte sofort zu. Norbert Killewald trat 1986 in die SPD ein, war lange Ratsmitglied seiner Partei im Kevelaerer Stadtrat und einige Jahre Mandatsträger im Landtag sowie Mitglied in verschiedenen Ausschüssen und Gremien. Seit dem Jahre 2014 ist er Vorsitzender der SPD Kreis Kleve.

1. Herr Killewald, wie unterscheiden sich Ihre politischen Ziele maßgeblich von den Zielen der konservativen Mitbewerberin?

Norbert Killewald

Wir reden nicht nur und stellen Anfragen, die dann außer Papierkram keine Konsequenzen haben. Wir setzen uns für ein gerechtes und soziales NRW ein und haben hierbei Erfolge vorzuweisen. Ein Beispiel: Mit unserer vorbeugenden Politik „Kein Kind zurücklassen“ scha­ffen wir mehr Chancen für alle Kinder. Über 200 Milliarden Euro, also jeder dritte Euro des Landeshaushaltes, haben wir seit 2010 in das Zukunftsthema Nummer Eins investiert: in Kinder, Bildung und Familien. Die Fortschritte sind da: Die Zahl der Kita-Plätze für unter Dreijährige hat sich verdoppelt und 80.000 Kinder zusätzlich haben einen Ganztagsplatz an der Schule. Wir sanieren unsere Schulen bis 2020 mit 2 Milliarden Euro zusätzlich.

2. Wo gibt es die wesentlichen Schieflagen bei der Gesundheitsversorgung im Kreis Kleve?

Norbert Killewald

Klar ist: Die haus- und fachärztliche Versorgung im Kreis Kleve – und damit im ländlichen Raum – muss verbessert werden. Wer aber darauf wartet, dass die Kassenärztliche Vereinigung uns hilft, irrt sich. Wir müssen vor Ort das Heft in die Hand nehmen. Wir müssen Arbeitsplätze für angestellte Ärzte mitschaffen und die Zusammenarbeit der Krankenhäuser mit den niedergelassenen Ärzten in Zentren ermöglichen.

3. Sehen Sie die Möglichkeit, dass bei einer Koalition von SPD, BündnisGrünen und der Linken die Politik sozialere Formen annimmt?

Norbert Killewald

Wir kämpfen jetzt noch rund eine Woche dafür, dass wir – die SPD – die stärkste Kraft im Land bleibt. Das ist uns das wichtigste, denn nur so können wir unsere Vorstellungen für ein gerechtes NRW gut umsetzen.

4. Sicherheit und Toleranz – da bin ich ganz bei Ihnen. Menschen, die zu uns flüchten aufzunehmen sollte eine Selbstverständlchkeit sein – eine Verstärkung der Polizei durch Personal, Ausbildung und Ausrüstung auch. Sind diese wichtigen Maßnahmen umsetzbar?

Norbert Killewald

Ja, ist es. Wir haben seit 2010 bereits die Einstellungszahlen erhöht. Von 1.100 im Jahr 2010 in mehreren Stufen auf 2.000 neue Polizisten und Polizistinnen. Und diesen Rekordwert werden wir auf 2.300 steigern, weil wir mehr Polizistinnen und Polizisten auf der Straße haben wollen. CDU und FDP haben damals rund 500 Stellen gestrichen bei der Polizei. Mit der zusätzlichen Verdoppelung der Anzahl der Bezirksbeamtinnen und -beamten von derzeit 1.700 auf 3.400 wird die Polizeistärke auf über 42.500 Beamtinnen und Beamte angehoben. Seit 2010 haben wir 30 Milliarden Euro für die Innere Sicherheit zur Verfügung gestellt. Mehr zusätzliche Polizistinnen und Polizisten auf der Straße, Präventionsprojekte gegen Rechtsextremismus und Salafismus mit bundesweitem Vorbildcharakter und ein besserer Opferschutz werden daraus finanziert.

Auch Herrn Killewald wünsche ich viel Erfolg, optimale Gesundheit und viel Kraft für die anstehenden und zukünftigen Aufgaben. Ich danke ihm – auch im Namen vieler Leserinnen, Leser, Wählerinnen und Wähler – für seine Aussagen

Redakteur: Willi Heuvens
Foto: SPD Südkreis Kleve – Norbert Killewald