Venloer Verwaltungsvorstände zu Gast in Nettetal

Am Dienstag fand in Nettetal ein Treffen der Nettetaler und Venloer Verwaltungsvorstände statt. Foto: Stadt Nettetal
Am Dienstag fand in Nettetal ein Treffen der Nettetaler und Venloer Verwaltungsvorstände statt. Foto: Stadt Nettetal

Ein Treffen der Nettetaler und Venloer Verwaltungsvorstände

Nettetal-Auf einen für beide Seiten interessanten Austausch blicken die Verwaltungsvorstände der Städte Nettetal und Venlo zurück. Bei einem gut zweistündigen Treffen im Nettetaler Rathaus informierten sich Bürgermeister Christian Wagner und sein Venloer Amtskollege Antoin Scholten über die jeweilige politische Arbeit der beiden Grenzstädte. Die Venloer Delegation, bestehend aus Wethoudern, also den Beigeordneten des Bürgermeisters sowie Mitarbeiter aus Kommunikation, Wirtschaftsförderung und internationalen Beziehungen, machte sich dabei ein Bild vom Leben und politischen Wirken in der Seenstadt. Umgekehrt erläuterten die niederländischen Gäste, welche Unterschiede es zu verwaltungsorganisatorischen Abläufen der deutschen Rats- und Gemeindeformen gibt. Beispielsweise wird in Venlo eine deutlichere Trennung zwischen dem Rat der Stadt und der Verwaltung durchgeführt.

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Venlo sagt bei Bahn-Ausbau Unterstützung zu

Eingegangen wurde auch auf Themen wie den zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke zwischen Dülken und Kaldenkirchen. Im Rahmen des INTERREG-Projektes „RoCK – Connecting Knowledge by Rail“ auf der Achse „Eindhoven – Venlo – Mönchengladbach – Düsseldorf“ setzt sich Wagner entschieden dafür ein, dass die Bahnhöfe in Nettetal-Breyell und Nettetal-Kaldenkirchen als Haltepunkt des Regionalexpress 13 erhalten werden. Auch Antoin Scholten sagte der deutschen Seite hierbei Unterstützung zu: „Wir befürworten einen zweigleisigen Ausbau der Strecke, jedoch mit den aktuell bestehenden Haltepunkten.“

Besprochen wurde auch die erfolgreiche Fortsetzung des in diesem Jahr zum insgesamt vierten Mal stattfindenden niederländisch-deutschen Theaterfestivals „Grenzhopper“. Für die Zukunft kündigten beide Seiten weiterhin ein enges kulturelles Miteinander an.  

Im Rahmen des Förderprogramms „INTERREG V“ bestand Einigkeit, Projektideen wie die Zusammenarbeit der Schulen zu forcieren. Hier werden ab dem Schuljahr 2016/17 mit einem interaktiven Sprachunterricht an den Grundschulen über neue Medien und einem Schüleraustausch neue Wege gegangen.

Die Kooperation im Bereich Gesundheit, bei dem das Venloer Hospital „VieCuri“ sowie das Städtische Krankenhaus eine Verbesserung der Qualität grenzüberschreitender Gesundheitsversorgung und eine gemeinsame Leistungserbringung forcieren, soll ebenfalls vorangetrieben werden.

Radwege sollen verknüpft werden

Die Venloer Delegation regte an, zwei beliebte Rad-Autobahnen in beiden Städten miteinander zu verknüpfen und dadurch noch attraktiver zu machen: den Greenport Bikeway von Horst-Sevenum nach Venlo sowie den BahnRadweg Kreis Viersen von Kaldenkirchen bis Kempen. Hier werden sich die Tourismusexperten aus beiden Städten zeitnah zusammensetzen.

Bürgermeister Christian Wagner nannte neben dem Austausch aktueller Themen weitere Ziele des internationalen Treffens: „Wir wollen Felder beleuchten, auf denen wir zusammenarbeiten können. Bei der grenzüberschreitenden Arbeit kann man Dinge zukünftig sicherlich effektiver anpacken.“ Auch die gemeinsame grenzüberschreitende Arbeit der Räte aus Venlo und Nettetal regte Bürgermeister Wagner an: „Wir wissen, dass dieses Thema in Nettetal von Bedeutung ist. Wir haben die Bereitschaft erklärt, dass auch der Rat der Stadt Nettetal tiefer in diese Materie einsteigt. Die Bildung einer Arbeitsgruppe könnte ein erster Schritt in diese Richtung sein.“

Weitere Themen waren der Premium-Wanderweg Galgenvenn, der 150. Geburtstag der Eisenbahnstrecke zwischen Viersen und Venlo, die Erweiterung des internationalen Naturparks sowie die Entwicklungen des Cabooter-Railterminals in Kaldenkirchen und des Greenports in Venlo.

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Mit großem Interesse verfolgte der Nettetaler Verwaltungsvorstand auch die Neuigkeiten zum im Bau befindlichen Rathaus in Venlo. Bereits von außen bildet das Gebäude, dessen Großteil der Fassade mit Grünpflanzen bedeckt ist, einen echten Blickfang. Das Rathaus wurde dabei nachhaltig konzipiert und leistet einen positiven Beitrag für Mensch, Umwelt und Wirtschaft. Die Idee, die Mitarbeiter in flexiblen Büros, also ohne eigenen festen Arbeitsplatz, einzusetzen, wird in Venlo wie in anderen niederländischen Städten bereits heute konsequent praktiziert.

Nach dem gut zweieinhalbstündigen Gespräch waren sich beide Seiten einig, Treffen dieser Art auch in naher Zukunft fortzusetzen. Die Einladung von Bürgermeister Antoin Scholten, sich schon bald das neue Rathaus anzuschauen, nahm die Nettetaler Stadtverwaltung sehr gerne an.

Bildunterschriften:
– Am Dienstag fand in Nettetal ein Treffen der Nettetaler und Venloer Verwaltungsvorstände statt.

Foto: Stadt Nettetal