Urnengarten: Gelungene Zusammenarbeit der Stadt Viersen mit heimischen Gärtnereien

Urnengarten: Gelungene Zusammenarbeit der Stadt Viersen mit heimischen Gärtnereien
Das anliegende Foto zeigt Bürgermeisterin Sabine Anemüller (vorn Mitte, mit blauem Rock), die Technische Beigeordnete Beatrice Kamper (vorn, mit weißer Bluse und Halstuch) zusammen mit Mitarbeitern der Stadt Viersen und Vertretern der Gärtner und Bestattungsunternehmen. Das Bild ist frei zu redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der Berichterstattung über den Urnengarten bei Nennung des Urhebervermerks „Foto: Stadt Viersen“.

Urnengarten: Gelungene Zusammenarbeit der Stadt Viersen mit heimischen Gärtnereien

Bürgermeisterin Sabine Anemüller hat am Mittwoch, 24. Mai 2017, den Urnengarten auf dem Friedhof „Auf der Löh“ eröffnet. Sie sagte: „Ich freue mich, dass es gelungen ist, eine Arbeitsgemeinschaft von Gartenbaubetrieben zu finden, die sich mit großem Engagement um die Gestaltung und die anschließende Betreuung des Urnengartens kümmert.“ Es sei wichtig, bedarfsgerechte Angebote vorzuhalten, also Grabstätten anzubieten, die von den Menschen gewünscht werden. Die steigende Nachfrage nach Kolumbarien und Urnengräbern sei ein klares Zeichen. Hinzu komme, dass Angebote wie der Urnengarten einen Beitrag zum wirtschaftlichen Betrieb der Friedhöfe leisten. So sei es weiterhin möglich, erträgliche Gebühren für Grabstätten festzulegen.

Die neue Bestattungsform bietet eine Alternative beispielsweise zur Grabeskirche. Hier bleibt es bei dem ursprünglichen Gedanken einer Bestattung auf dem Friedhof. Der Urnengarten ist das Ergebnis einer konsequenten Weiterentwicklung auf Grundlage der sich wandelnden Friedhofskultur. Der Urnengarten ist eine hochwertig gestaltete Fläche, in der sich aus den Gräbern und den Nebenflächen das Gesamtbild eines blühenden Gartens ergibt. Die Stadt Viersen sorgt dabei für die grundlegende Gestaltung, also insbesondere die Wege und baulichen Merkmale. Die beteiligten Gärtnereien kümmern sich um die Pflanzen und die Pflege der Grabstätten.

Die Anlage „Auf der Löh“ ist der erste Schritt. Wenn sich diese Form des Angebotes bewährt, soll ein entsprechender Ausbau in Süchteln und Dülken folgen. Der erste Teilabschnitt in Viersen, der jetzt freigegeben wurde, bietet rund 100 Bestattungsmöglichkeiten. Dabei können die Interessenten unter fünf Formen wählen. Aktuell stehen zur Verfügung: 18 Kolumbarienfächer für einen oder zwei Verstorbene, 27 Urnenreihengräber für eine Person mit Grabstein als festem Bestandteil, 15 Urnenreihengräber in Ruhegemeinschaft mit Grabstein sowie 42 Urnenwahlgräber für zwei Personen, die in zwei Pflegekategorien angeboten werden.

Für alle Formen gilt, dass zunächst ein Pflegevertrag bei der Treuhandstelle für Dauergrabpflege abgeschlossen werden muss. Die Grabstätte wird dann für die gesamte Laufzeit von einer der kooperierenden Gärtnereien Schmitz, Bock, Hellenkamps und Kempken übernommen. Die Angehörigen müssen sich nicht selbst um die Pflege kümmern. Grundsätzlich ist die Gestaltung der Grabstätten festgelegt, um ein geschlossenes, hochwertiges Erscheinungsbild des Urnengartens zu gewährleisten. Zusätzlicher Grabschmuck kann im Einzelfall vereinbart werden, wenn er in das Konzept der Anlage passt.

Ziel ist ein außergewöhnliches Erscheinungsbild, bei dem nicht das einzelne Grab, sondern die Gesamtheit der Anlage wirkt. Besucherinnen und Besucher sollen beim Spaziergang über die Anlage in unmittelbarer Nachbarschaft zur Totenhalle den Eindruck eines Gartens gewinnen. Insgesamt soll die Gestaltung einladen, auf den neu aufgestellten Bänken zu verweilen. Im Endausbau wird der Urnengarten eine Fläche von 1500 Quadratmetern umfassen und 430 Grabstellen bieten.

Grabstellen können ab sofort, auch unabhängig von einem Todesfall, erworben werden. Informationen dazu gibt es bei den beteiligten Gartenbaubetrieben sowie bei der städtischen Friedhofsverwaltung, Telefon 02162 1030450.

Quelle: Stadt Viersen
Foto: Stadt Viersen