Übung am Flughafen-Düsseldorf und an der Uniklinik

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Übung am Flughafen und an der Uniklinik: 110 Einsatzkräfte probten den Ernstfall
Übung am Flughafen und an der Uniklinik: 110 Einsatzkräfte probten den Ernstfall

Übung am Flughafen und an der Uniklinik: 110 Einsatzkräfte probten den Ernstfall

Probealarm: Gesundheitsamt, Feuerwehr, Flughafen Düsseldorf und Universitätsklinikum simulieren Transport eines hochinfektiösen Patienten

Der Transport eines hochinfektiösen Patienten stand am Mittwoch, 7. September, im Mittelpunkt einer breit angelegten gemeinsamen Übung des städtischen Gesundheitsamtes, der Feuerwehr, des Flughafens Düsseldorf und des Universitätsklinikums Düsseldorf. Die so genannte IGV/HIT-Übung (Internationale Gesundheitsvorschriften/Hochinfektionstransport) begann am Morgen mit der Alarmierung – gemeldet wurde ein erkrankter Patient an Bord eines Flugzeuges. Danach wurde der für diesen Fall vorgesehene Ablauf – unter anderem die Einrichtung eines Quarantänebereichs am Flughafen, die Registrierung von Fluggästen der Maschine bis hin zum Krankentransport zur Uniklinik – unter realistischen Bedingungen simuliert.

Der erste Teil der Übung fand im Sicherheitsbereich des Flughafens statt und wurde später in der Sonderisolierstation der Uniklinik zu Ende geführt. Die Probe des Ernstfalls beinhaltete zwei Übungen, die miteinander kombiniert wurden – die IGV-Übung: Übung, nach der „Internationalen Gesundheitsvorschrift“ und der HIT-Übung: Übung „Hochinfektionstransport“.

„Bei der Komplexität dieser Situation – man bedenke die große Zahl der Mitreisenden im Flugzeug und die Zahl der Einsatzkräfte unterschiedlicher Institutionen – ist es wichtig, so eine Situation von der ersten Sekunde bis zum Abschluss des Einsatzes durchzuspielen. Nur so können wir Schwierigkeiten erkennen und beheben. Denn im Ernstfall kommt noch die psychische Belastung dazu und da muss der Ablauf reibungslos funktionieren“, sagte Professor Dr. Andreas Meyer-Falcke, der für Gesundheit zuständige Beigeordnete der Stadt.

Patienten mit hochansteckenden und potentiell lebensbedrohlichen Infektionen

Das solche Einsätze von den einzelnen Fachbereichen geübt werden, ist nicht ungewöhnlich. Die Besonderheit dieser Übung war, dass so ein Einsatz von der Alarmierung, über den Transport bis hin zu Übernahme am Zielort Uniklinik ganzheitlich geprobt wurde. Die Schnittstellen standen dabei besonders im Blickpunkt. „Es ist vorgeschrieben und notwendig, solche Einsätze zu üben. Wir sind sehr zufrieden, wie der Einsatz heute abgelaufen ist. Die Übergabe des ‚Patienten‘ hat reibungslos geklappt. Zusammen mit der Feuerwehr hat es ja schon einige Übungen und sogar Ernstfälle gegeben, insofern war das Team der Sonderisolierstation sehr gut vorbereitet. Es ist notwendig, dass Patienten mit hochansteckenden und potentiell lebensbedrohlichen Infektionen sofort in einer Spezialstation unter höchsten Sicherheitsbedingungen versorgt werden. Nur so lässt sich eine Verbreitung durch Ansteckung von Kontaktpersonen vermeiden“, bilanzierte Prof. Dr. Dieter Häussinger, Direktor der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie, Universitätsklinikum Düsseldorf.

Der Alarmfall: Pilot meldet erkrankte Person an Bord

Um 8 Uhr begann die Übung am Flughafen. Ausgelöst wurde der Alarm durch die Meldung eines Piloten eines aus Zentralafrika kommenden im Anflug befindlichen Flugzeugs, der dem Tower eine schwer erkrankte Person meldete. Die beschriebenen Symptome: Der Patient, ein in Zentralafrika eingesetzter Krankenpfleger, klagt über Fieber, Schüttelfrost und Atemnot. Der Patient selbst gibt an, während seiner Arbeit, mit Lungenpest infizierten Patienten in Kontakt gekommen zu sein. In solch einen Fall wird die Alamierungskette vom Tower aus in Gang gesetzt. Diese reicht von der Flughafenfeuerwehr, über Berufsfeuerwehr, Polizei, Gesundheitsamt bis hin zum Behandlungszentrum am Universitätsklinikum Düsseldorf.

Nach der Landung wurde dem Flugzeug vom Tower aus eine Warteposition zugewiesen. Feuerwehrkräfte und Notarzt begaben sich mit Infektionsschutzanzügen ins Flugzeug zum Patienten. Die Bundespolizei sperrte die Einsatzstelle im 100 Meter-Radius ab, während Notarzt und Rettungskräfte den Patienten versorgten und weitere Passagiere sichteten. Am Flughafen wurden in einem abgeschlossenen Bereich Mitreisende erfasst und untersucht. Währenddessen wurde der Hochinfektionstransport durch die Berufsfeuerwehr vorbereitet und übernommen. Zielort war die Sonderisolierstation (SIS) im Universitätsklinikum Düsseldorf, wo für die Aufnahme von Hochinfektionspatienten zwei Teams bereit stehen.

Die Übung fand unter Realbedingungen statt, auch ein am Boden befindliches Flugzeug wurde dafür zur Verfügung gestellt. Rund 110 Einsatzkräfte und Statisten waren beteiligt, darunter auch Beschäftigte anderer deutscher Flughäfen, die am Seminar „Umsetzung der internationalen Gesundheitsvorschriften (IGV)“ teilgenommen haben.

Bildunterschrift: Einsatzkräfte der Feuerwehren, des Flughafens, des Gesundheitsamtes, der Polizei und der Universitätsklinik Düsseldorf übten den Transport und die Behandlung eines hochinfektiösen Patienten
Foto: © Landeshauptstadt Düsseldorf
Quelle: Stadt Düsseldorf
Autor: Buch, Michael
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