Tanzproduktionen von jungen Choreographen in Krefeld

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„First Steps“ zeigt Tanzproduktionen von jungen Choreographen in Krefeld
„First Steps“ zeigt Tanzproduktionen von jungen Choreographen in Krefeld

„First Steps“ zeigt Tanzproduktionen von jungen Choreographen in Krefeld

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Format des städtischen Kulturbüros beginnt im Mai in der Fabrik Heeder

Der zeitgenössische Tanz der freien professionellen Szene hat seit über zwei Jahrzehnten mit dem Kulturzentrum Fabrik Heeder in Krefeld eine landesweit bedeutsame Bühne. Als „Markenzeichen“ steht dafür die Reihe „Move! – Krefelder Tage für modernen Tanz“ des Kulturbüros Krefeld. Durch die Mittelzentrenförderung Tanz des Landes Nordrhein-Westfalen in Höhe von 90 000 Euro konnten in den vergangenen drei Jahren weitere Projekte unter anderem „Move in Town“ und das Format „First Steps“ realisiert werden. Letzteres dient als Plattform für junge Choreographen, dessen dritte Auflage nun im Mai beginnt. Auf der Studiobühne an der Virchowstraße werden vier neue Produktionen aufgeführt.

„Uns ist es ein Anliegen, eine neue Generation vorzustellen“, betont Dorothee Monderkamp, stellvertretende Leiterin des Kulturbüros. Sie und Jürgen Sauerland- Freer, Leiter des Kulturbüros, haben den zeitgenössischen Tanz in Krefeld etabliert und immer wieder den Nachwuchs gefördert. Mit „First Steps“ kommen keine Anfänger in die „Heeder“, sondern junge Profis, die ihre ersten abendfüllenden Produktionen zeigen. Es sei erklärte Absicht, mit diesem Format hiesige Ensembles zu unterstützen. Die nach Krefeld eingeladenen Compagnien haben ihren Arbeitsmittelpunkt in Nordrhein-Westfalen. „Die NRW-Szene ist jedoch international“, so Sauerland-Freer. Beispielhaft dafür stehe die japanische Tänzerin und Choreographin Chikako Kaido. Nach mehrjähriger Ausbildung in Japan und an der Folkwang Hochschule in Essen war sie beim Folkwang Tanzstudio. Seit 2010 ist sie als freischaffende Choreographin tätig und nimmt gesellschaftliche Konflikte in Japan und Deutschland in den Fokus ihrer Arbeit. Im vergangenen Jahr präsentierte sie bei „First Steps“ bereits ihre Produktion „Home Hazard“, nun kehrt sie am Mittwoch, 25. Mai, mit ihrer neuen Inszenierung „Azamino Tokio“ zurück.

Zum Auftakt von „First Steps“ kommt „Mira. Vier“ aus Köln nach Krefeld. „Mira“ sind die Choreographin und Tänzerin Julia Riera und die Filmemacherin Julia Franken. Sie arbeiten an der Schnittstelle von Tanz und Filmkunst in Kombination mit speziellen Orten. Sie zeigen an der Virchowstraße am Donnerstag, 12. Mai, die Tanz-Film-Performance „Wish“. Ihre allererste abendfüllende Produktion „Carnival of the body“ präsentiert Freitag, 20. Mai, „Overhead Project” mit Tim Behren und Florian Patschovsky aus Köln. Zum Abschluss treten am Samstag, 11. Juni, Banse und Ouwens (Münster/Köln) mit ihrem Stück „The deeper I go“ auf. Begleitet werden drei Aufführungen von anschließenden Künstler-Talks. Dort treffen die jungen auf alte Profis. Nach dem künstlerischen Fachaustausch besteht auch für das Publikum die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Alle Gespräche werden in Deutsch geführt und gegebenenfalls übersetzt.

Der Vorverkauf für alle Veranstaltungen findet ab sofort im Kulturbüro der Stadt Krefeld, Friedrich-Ebert-Straße 42, Telefon 02151 583611, montags bis freitags statt. Die Karten kosten elf, ermäßigt sechs Euro. Die Öffnungszeiten und weitere Informationen stehen unter www.krefeld.de/kulturbuero. „First Steps“ wird durch die Unterstützung des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen mit der Mittelzentrenförderung Tanz ermöglicht. Das Programm steht in einem Flyer, der in Einrichtungen und Instituten stadtweit ausliegt. Weitere Information auch unter www.tanzwebkrefeld.de.

Bildunterschrift: Bei dem Tantformat „First Steps“ in Krefeld wird auch die Produktion „Carnival of the Body“ aufgeführt.

Foto: Till Böcker