Stammzellspender gesucht! Baby Sofia kämpft ums Überleben

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Stammzellspender gesucht! Baby Sofia kämpft ums Überleben
Stammzellspender gesucht! Baby Sofia kämpft ums Überleben

Baby Sofia kämpft ums Überleben

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Stammzellspender dringend gesucht!

Köln/Dormagen , 17.5. 2016 –  Das Schicksal der erst zwölf Wochen alten Sofia aus Leverkusen berührt bundesweit die Herzen der Menschen. Das Baby hat Blutkrebs und benötigt dringend eine Stammzellspende. Auch in Dormagen ruft die DKMS deshalb am 29. Mai dazu auf, sich als potenzielle Lebensretter registrieren zu lassen. Unterstützt wird der Aufruf von Bürgermeister Erik Lierenfeld, der sich bereits im vergangenen Jahr im Kampf gegen Blutkrebs engagierte: „Leukämie kann jeden treffen. Ich finde es wichtig, dass wir in der Region zusammenstehen und uns gegenseitig helfen. Wer noch nicht als Spender registriert ist, hat jetzt aktuell die Chance dazu.“  

Sofias Eltern haben derzeit nur einen Wunsch: Ihr Baby soll leben! „Wir sind so verzaubert von unserer süßen Sofia und natürlich wünschen wir uns sehnlichst zu erleben, wie sie die ersten Worte spricht, die ersten Schrittchen tut und sich entwickelt…“, erzählt ihre Mutter. „Sofia ist so tapfer. Wir hoffen jede Minute, dass bald ein passender Stammzellspender für Sofia gefunden wird.“ Wer gesund und zwischen 17 und 55 Jahren alt ist, kann helfen und sich am 29. Mai zwischen 14 Uhr und 19 Uhr im Norbert-Gymnasium in Knechtsteden als potenzieller Stammzellspender bei der DKMS registrieren lassen.

Mehr als 4.500 Menschen aus Dormagen haben diesen ersten Schritt bereits getan, so wie Viola Kissels. Die 27-jährige Erzieherin aus Dormagen hatte sich im vergangenen Sommer in die DKMS aufnehmen lassen, als ein Stammzellspender für den damals zweijährigen Bennet gesucht wurde. Mehr als 2.300 Menschen wollten damals helfen, vier kamen  – so wie Viola – tatsächlich als „genetischer Zwilling für Patienten in Frage. Als ich erfuhr, dass ich einem Menschen helfen kann, habe ich mich riesig gefreut“, erinnert sich Viola. Und aufgeregt sei sie auch gewesen, denn „ich habe doch einen gehörigen Respekt vor Spritzen und Nadeln“, gesteht sie schmunzelnd. Es gibt zwei Entnahmeverfahren, um an die für Patienten überlebensnotwendigen Stammzellen heranzukommen. Welche Methode angewendet wird, hängt von der Art der Erkrankung des Patienten ab. Die weitaus häufigere Stammzellentnahme wird heutzutage in 80 Prozent aller Fälle durchgeführt. Nach einer umfassenden Voruntersuchung in der Entnahmeklinik erhält der Spender ein Medikament, welches er sich fünf Tage lang unter die Haut spritzt. Dieser körpereigene hormonähnliche Stoff, der vom Körper zum Beispiel auch bei fieberhaften Infekten produziert wird, stimuliert die Produktion der Stammzellen und bewirkt, dass sich vermehrt Stammzellen im fließenden Blut befinden. Diese können dann über ein spezielles Verfahren aus dem Blut gesammelt werden. Bei Viola  allerdings wurde die seltenere Knochenmarkentnahme durchgeführt. Unter Vollnarkose wurde ihr Blut-Stammzellgemisch aus dem Beckenkamm entnommen, welches sich innerhalb von zwei Wochen vollständig nachbildet. „Das war völlig unkompliziert. Ich fühlte mich sehr gut aufgehoben und ich konnte direkt nach dem Eingriff schon wieder aufstehen.“ Besonders bewegt sei sie gewesen, als sie erfuhr, dass Ihre Spende für ein 15-jähriges Mädchen aus den USA war. „Das war ein unglaubliches Gefühl. Ich war richtig stolz, dass ich jemandem die Chance zu leben ermöglichen konnte, das ist mir nach dem Eingriff so richtig bewusst geworden. Ich würde jedenfalls jederzeit wieder spenden!“

Auch Baby Sofia kann nur überleben, wenn es – irgendwo auf der Welt – einen Menschen mit nahezu den gleichen Gewebemerkmalen gibt, der zur Stammzellspende bereit ist. „Deshalb ist es wichtig, dass sich möglichst viele Menschen als potenzielle Stammzellspender registrieren lassen. Denn nur dann können sie als Lebensretter gefunden werden“, weiß Bürgermeister Lierenfeld. Spender, die sich bereits in der Vergangenheit bei einer Aktion registrieren ließen, müssen nicht erneut mitmachen. Einmal aufgenommene Daten stehen auch weiterhin weltweit für Patienten zur Verfügung.

Da die DKMS als gemeinnützige Gesellschaft im Kampf gegen Blutkrebs auf Spendengelder angewiesen ist, wird um finanzielle Unterstützung gebeten. Jeder Euro zählt!

DKMS-Spendenkonto: IBAN DE95 3425 0000 0001 3266 36, BIC SOLSDE33XXX

Weitere Informationen unter www.dkms.de

Übrigens: Am 28. Mai ist World Blood Cancer Day. An diesem unabhängigen weltweiten Aktionstag im Kampf gegen Blutkrebs zeigen Menschen überall auf der Welt Solidarität mit Blutkrebspatienten und lenken geballt Aufmerksamkeit auf dieses wichtige Thema.

# wbcd2016 – Ein &-Zeichen geht um die Welt. Infos unter www.worldbloodcancerday.org

Über die DKMS Familie

Jedes Jahr erkranken mehr als 917.000 Menschen weltweit an Blutkrebs. Die lebensbedrohliche Diagnose kann jeden überall auf der Welt treffen. Die DKMS sucht und vermittelt Stammzellspender für Menschen mit Blutkrebs und anderen Erkrankungen des blutbildenden Systems. Mit weltweit insgesamt mehr als sechs Millionen Registrierten (davon mehr als 4 Millionen in Deutschland) und mehr als 55.000 ermöglichten Stammzelltransplantationen ist sie der weltweit größte Stammzellspenderdateien-Verbund. Den Anstoß zur Gründung gab 1991 das Schicksal der an Leukämie erkrankten Mechtild Harf, die eine Stammzelltransplantation benötigte. Mit dem Ziel, gemeinschaftlich noch mehr Leben zu retten, engagiert sich die DKMS seit 2013 verstärkt in der Forschung und weitet ihre Arbeit auch auf andere Länder aus. Bisher ist sie mit ihren Partnerorganisationen in den USA (Delete Blood Cancer), Polen (DKMS Polska), Spanien (Fundación DKMS España) und in Großbritannien (Delete Blood Cancer UK) vertreten
 

DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei

Maria Schmidt          
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