Stadt will mit drei Kita-Neubauten das Angebot weiter verbessern

Stadt will mit drei Kita-Neubauten das Angebot weiter verbessern
Eine Gruppe der Kindertagesstätte "Pfiffikus" vom Wilmendyk besuchten mit ihren Erzieherinnen Oberbürgermeister Frank Meyer im Rathaus besucht.Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken

Stadt will mit drei Kita-Neubauten das Angebot weiter verbessern

Vergabe an Generalunternehmer für Cäcilienstraße, Appellweg und Randstraße

Drei weitere städtische Kindertagesstätten möchte die Verwaltung im „Paket“ planen und bauen lassen. An der Cäcilienstraße in Hüls, am Appellweg im Kliedbruch und an der Randstraße in Lindental sollen durch einen Generalunternehmer Neubauten für jeweils rund 100 Kinder errichtet werden. „Ein ausreichendes Angebot an Kindergartenplätzen ist ein wichtiger Baustein der Wohn- und Lebensqualität in unserer Stadt“, macht Oberbürgermeister Frank Meyer deutlich. Und da gebe es in Krefeld noch Nachholbedarf. Die Stadt sei hier in der Verantwortung. Frank Meyer: „Das Ausbauprogramm für Kita-Plätze hat die Verwaltung in den letzten Jahren nicht so umsetzen können, wie es eigentlich vorgesehen war. Deshalb wollen wir diese drei zentralen Bauprojekte gemeinsam mit der Politik auf den Weg bringen.“ Eine entsprechende Vorlage steht im U3- Ausschuss am 23. März zur Beratung und Beschlussfassung an.

Durch die geplante Vergabe an einen Generalunternehmer und modulare Bauweise erwartet die Stadtverwaltung sowohl Kostenvorteile als auch eine Optimierung der Bauzeit. Auch die Architektur soll aber bei den Neubauten eine besondere Rolle spielen. „Wir feiern 100 Jahre Bauhaus in 2019 und wollen entsprechend auch eine zeitgemäße Interpretation des Bauhausgedankens verwirklicht sehen“, stellt Bauund Planungsdezernent Martin Linne heraus. Form, Funktion, Ökonomie und ökologische Aspekte seien zu berücksichtigen. Der Zeitplan sieht ein vorgeschaltetes Wettbewerbsverfahren bis Frühjahr 2018 und die Vergabe eines Bauauftrags bis Mitte 2018 vor. Die Inbetriebnahme ist Ende 2019 Anfang 2020 geplant. Linne: „Wir gehen von einem Gesamtkostenvolumen für die drei Neubauten von neun bis zehn Millionen Euro aus.“ Im Umfeld der Fläche an der Seite 2 Randstraße will die Verwaltung vor der Vergabe des Bauauftrags durch eine engmaschige Beprobung eventuelle Bodenbelastungen prüfen. „Wir wollen damit Befürchtungen von Anwohnern Rechnung tragen, dass von der Altlastenverdachtsfläche Gefahren ausgehen könnten“, sagt Umweltdezernent Thomas Visser. Für das Grundstück, auf dem die Kita Randstraße errichtet werden soll, gebe es – belegt durch zwei Gutachten – keinerlei Probleme mit Umweltbelastungen.

Aktuell stehen in Krefeld 7700 Kindergartenplätze in 104 Einrichtungen zur Verfügung. „Bei Kindern unter drei Jahren wird mit einer Bedarfsquote von 40 Prozent kalkuliert, die Versorgungsquote beträgt aktuell in Krefeld aber 31,6 Prozent. Entsprechend gibt es Handlungsbedarf“, erklärt Beigeordneter Gregor Micus, zuständig für den Jugendbereich. Im Stadtbezirk Nord, zu dem der Standort Appellweg gehört, liegt die Versorgungsquote für Kinder unter drei Jahren bei 29,5 Prozent (Soll: 40 Prozent) und für Kinder ab drei Jahren bei 85,8 Prozent (Soll: 96 Prozent). Im Westbezirk – dazu gehört Lindental mit der Randstraße – weist die Statistik Versorgungsquoten von 28,7 Prozent (U3-Bereich) und 84,5 Prozent aus. In Hüls liegen die Versorgungsquoten mit 45,1 Prozent (U3-Bereich) und 96,4 Prozent über dem Soll. „Allerdings gibt es in Hüls aktuell im U3-Bereich einen tatsächlichen Bedarf von über 40 Prozent“, so Gregor Micus. Trotz eines theoretischen Überangebotes an Plätzen gebe es in Hüls also noch Bedarf. Auch werde man durch den Neubau an der Cäcilienstraße nur wenige zusätzliche Plätze schaffen, da nach Fertigstellung des Neubaus dort Kinder aus der baufälligen derzeitigen Einrichtung Cäcilienstraße und der Dependance der Kita An de Dreew betreut werden.

Quelle: Stadt Krefeld
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken