Stadt übernimmt Unterkunft an der Breslauer Straße

Stadt übernimmt Unterkunft an der Breslauer Straße
Stadt übernimmt Unterkunft an der Breslauer Straße

Stadt übernimmt Unterkunft an der Breslauer Straße

Auf der Breslauer Straße in Kaldenkirchen steht ein Mehrfamilienhaus mit acht Wohneinheiten kurz vor der Fertigstellung. In der vergangenen Woche übergab die Baugesellschaft Nettetal das Gebäude an die Stadt Nettetal – sie wird zukünftig Mieter des mit öffentlichen Fördermitteln errichteten Gebäudes sein. Untergebracht werden hier zunächst Flüchtlinge, später sollen die Wohnungen an Familien mit Wohnberechtigungsschein vermietet werden.

Knapp neun Monate dauerten die Bauarbeiten und gingen damit zügig über die Bühne. Ein Umstand, den Bürgermeister Christian Wagner und Susanne Fritzsche, Technische Beigeordnete und Vorstandssprecherin der Baugesellschaft, äußerst positiv zur Kenntnis nahmen. Beide zeigten sich einig, dass die Stadt zusätzlichen Wohnraum benötige und das Thema „Sozialer Wohnungsbau“ weiter ausgebaut werden muss. Dank der sehr guten Zusammenarbeit zwischen dem Kreis Viersen, den übergeordneten behördlichen Stellen, der Verwaltung und der Politik war es möglich, den Bau des Gebäudes rasch umzusetzen und alle Fördermöglichkeiten auszuschöpfen. Die vorläufige Zweckbindung sieht vor, die Wohnungen, solange Bedarf besteht, als Flüchtlingsunterkunft zu nutzen. Anschließend sollen hier alle Zielgruppen bedient werden. Christian Wagner sprach nicht nur deshalb von einem Pilotprojekt für die Stadt Nettetal und den Kreis Viersen.

Die Baukosten betrugen etwa 1,1 Millionen Euro, 700.000 Euro davon sind Fördermittel, der Rest entstammt dem Eigenkapital der Baugesellschaft. Die acht Wohneinheiten haben jeweils einen eigenen Zugang, sind barrierearm und verfügen über einen Balkon beziehungsweise eine Terrasse. Der gesamte Baukomplex ist für insgesamt maximal 48 Personen ausgelegt. Für eine spätere Nutzung ist der Einbau eines Aufzuges geplant, der notwendige Schacht wurde bereits vorbereitet. Entworfen und geplant wurde das Gebäude durch den Lobbericher Architekten Markus Lücker, der seine Erfahrungen aus dem Bau der Unterkunft am Caudebec-Ring mit in die Planungen einfließen ließ.

Erfreulich: Nach anfänglichen Irritationen bezüglich der erwarteten Größe des Gebäudes begleiteten die Nachbarn der Breslauer Straße das Bauvorhaben anschließend mit großem Interesse und Wohlwollen. Auch die beteiligten Baufirmen arbeiteten Hand in Hand und schufen somit ein Objekt, das neben Zweckmäßigkeit auch Komfort bieten wird.

Bildunterschrift v.l.: Sigrun Schmolke (Architekturbüro Markus Lücker), Susanne Fritzsche, Technische Beigeordnete, Dr. Marcus Optendrenk, Aufsichtsratsvorsitzender der Baugesellschaft, Sven Karth, Geschäftsführer der Baugesellschaft, Bürgermeister Christian Wagner, Architekt Markus Lücker.

Quelle: Stadt Netteal
Foto: Stadt Nettetal