Special Petit Départ – Förderschulen sind im Tour-Fieber

Special Petit Départ – Förderschulen sind im Tour-Fieber
Schüler der Mosaikschule nehmen am Special Petit Départ teil, hier gemeinsam mit Marius Overkott, Leiter der Hausverwaltung Thunissen, Peter Thunissen, Geschäftsführer Wohnungen Thunissen, Bürgermeister Günter Karen-Jungen, Chantal Kleine, Rheinbahn,(c)Landeshauptstadt Düsseldorf/Ingo Lammert

Special Petit Départ – Förderschulen sind im Tour-Fieber

Am 31. Mai im Rather Waldstadion: Sport-Aktionstag zum Grand Départ Düsseldorf 2017 für Kinder mit Handicap/Am Radrennwochenende selbst werden Einrichtungen und Angebote für Menschen mit Handicap angeboten

Vom 29. Juni bis zum 2. Juli trifft sich die Weltelite des Radsports zum Start der Tour de France 2017 in der Landeshauptstadt. Knapp einen Monat vorher feiern die Schülerinnen und Schüler der Düsseldorfer, Mettmanner, Erkrather und Ratinger Förderschulen ihren Tour-Start im Rather Waldstadion in Düsseldorf. Dort findet am 31. Mai der Special Petit Départ für Kinder mit Handicap in Anlehnung an den Wettbewerb Petit Départ, der bis zum Finale auf der Tour-Strecke am 1. Juli in sechs Vorausscheidungen im Stadtgebiet gefahren wird, statt. Damit alle Radsportfans am großen Eventwochenende den Grand Départ Düsseldorf 2017 auch an der Strecke verfolgen können, gibt es Einrichtungen und Angebote für Menschen mit Handicap.

Special Petit Départ
174 Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 2003 bis 2006 unter anderem mit körperlicher und geistiger Behinderung eifern beim Special Petit Départ in einem Zeitfahren, einem Sprinttest und auf verschiedenen Geschicklichkeitsparcours den Radrenn-Profis nach.

Bei dem Sport-Aktionstag am 31. Mai dreht sich alles um das „Rad“. Im Rather Waldstadion gehen von 10 bis 14 Uhr nicht nur Schülerinnen und Schüler mit Fahrrädern auf die Piste, sondern gleichermaßen auch mit E-Rollstühlen, Rollstühlen und Tandems. Der Landesverband Special Olympics NRW stellt drei Motorikstationen zur Verfügung, an denen Freude an der Bewegung und den Sinneserfahrungen des eigenen Körpers vermittelt werden.

Bürgermeister Günter Karen-Jungen: „Ich freue mich sehr, dass der Special Petit Départ für Kindern mit Handicap im Waldstadion stattfindet. Die Schülerinnen und Schüler der Förderschulen werden auf diese Art und Weise nicht nur an der Grand Départ herangeführt, sondern können auch ihre eigenen Kräfte mit anderen messen und werden sicherlich viele Freude an der Bewegung haben. Ich danke den Sponsoren, dass Sie dieses tolle Ereignis möglich gemacht haben.“

Hauptsponsor des Special Petit Départ ist die Paul Schmalenbach Projektentwicklung GmbH und das Schwesterunternehmen Wohnungen Thunnissen. Peter Thunnissen, Inhaber und Geschäftsführer der Unternehmen: „Wir waren spontan von der Idee begeistert, den Special Petit Départ zu unterstützen. Die Schülerinnen und Schülern der Förderschulen können so an diesem ganz besonderen Rad-Sporttag ihre individuellen Fähigkeiten zeigen. Denn wir haben großen Respekt vor den jungen Menschen, die im Wettkampf ihr Handicap vergessen lassen. Diese Wertschätzung zeigt sich auch in unseren Wohnungsbauprojekten, die zu 100 Prozent barrierefrei errichtet werden. Wir freuen uns auf einen erlebnisreichen Tag und auf dass alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer viel Spaß haben werden.“

Beim Zeitfahren über 400 Meter auf der Tartan-Bahn soll die Strecke so schnell wie möglich absolviert werden. Dort gehen die Schülerinnen und Schüler mit Fahrrädern, Tandemrädern und Rollstühlen auf die Piste. Wer mag, kann sich auch in allen Disziplinen versuchen und so erfahren, wie man sich mit einem der anderen fahrbaren Untersätze fortbewegen kann.

Auf drei Geschicklichkeitsparcours mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden absolvieren die Teilnehmenden Slalomfahrten, durchqueren Seil-Passagen und folgen einem vorgegebenen Streckenverlauf. Breite Wippen und eine Buckelstrecke sind die weiteren Herausforderungen. Auch dort steht es allen frei, die Strecken sowohl mit dem Fahrrad als auch dem Tandem oder einem Rollstuhl abzufahren.

Der Sprint über zehn Meter soll die Schülerinnen und Schüler animieren, möglichst schnell auf das Startzeichen zu reagieren und die Strecke zu bewältigen. Bei allem gilt das Motto „Dabei sein ist alles“. Als Erinnerung an diesen spannenden Tag erhalten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein T-Shirt sowie eine Medaille.

Die Rheinbahn unterstützt den Special Petit Départ ebenfalls: Sie stellt drei Busse zur Verfügung, die dafür sorgen, dass die Schülerinnen und Schüler der Förderschulen schnell und bequem zum Rather Waldstadion und wieder zurückfahren können. „Wir freuen uns sehr darüber, dass wir den Kindern die Teilnahme an diesem Wettbewerb erleichtern können. Die Rheinbahn hat den Grand Départ von Anfang an unterstützt. Wir werben dafür, dass Fahrrad und Rheinbahn für viele Menschen die ideale Verbindung bieten. Der Tour-Start ist ein tolles Event für die Stadt und die Region und wir sind stolz darauf, ein Teil davon zu sein“, so Marketingleiterin Chantal Kleine.

Barrierefreie Einrichtungen beim Grand Départ Düsseldorf 2017
Zum Grand Départ der Tour de France vom 29. Juni bis 2. Juli werden in Düsseldorf bis zu eine Million Besucher erwartet. Daher werden selbstverständlich entlang der Radrennstrecke des Grand Départ Düsseldorf 2017 auch Einrichtungen und Angebote für Menschen mit Handicap eingerichtet.

Informationen und Service-Pläne zum barrierefreien Besuch des Tour-Starts in der Landeshauptstadt finden sich auch im Internet unter www.duesseldorf.de/letour/barrierefrei.

Das Angebot wird ständig erweitert. So werden dort in Kürze auch Texte in leichter Sprache, sowie ein Videoclip verfügbar sein, der die wichtigsten Inhalte von einem Gebärdendolmetscher übersetzt und zusammenfasst.

Generelle Informationen zum barrierefreien Besuch der Landeshauptstadt Düsseldorf sind im Internet veröffentlicht unter www.duesseldorf-barrierefrei.de.

„Wir erwarten etwa eine Million Besucher zum Grand Départ und alle sind uns herzlich willkommen. Selbstverständlich auch Besucherinnen und Besucher, die ein Handicap haben oder in ihrer Mobilität eingeschränkt sind“, so Oberbürgermeister Thomas Geisel. „Daher haben wir selbstverständlich die Voraussetzungen geschaffen, dass alle an dem Ereignis teilhaben können.“

Stadtdirektor Burkhard Hintzsche: „Der Grand Départ der Tour de France ist eine Mischung aus Radsportereignis und Volksfest für alle. Daher gehören Angebote für Menschen mit speziellen Bedürfnissen selbstverständlich zur Planung und Durchführung dazu.“

Teampräsentation am Donnerstag, 29. Juni 2017
Die Teampräsentation am Donnerstag, 29. Juni, auf dem Burgplatz mit anschließender Fahrt der 198 Fahrer durch die Altstadt bis zum Apollo-Platz können Rollstuhlfahrer von einem Bereich direkt vor der Bühne am Burgplatz verfolgen. Ebenso sind dort Plätze für Begleitpersonen vorhanden.

Zur Teampräsentation stehen am Burgplatz auch ein Gebärdendolmetscher ebenso wie eine Blindenreportage zur Verfügung.

Die U-Bahnhaltestelle Heinrich-Heine-Allee in der Nähe des Burgplatzes ist barrierefrei. Weitere Informationen zu barrierefreien Haltestellen der Rheinbahn sind im Internet veröffentlicht unter www.rheinbahn.de/kontakt/Barrierefreiheit.

Unter www.rheinbahn.de/tour gibt es etwa einen Monat vorher alle möglichen Verbindungen und die Fahrzeiten. Barrierefreie Sanitäranlagen sind rund um die Veranstaltungsfläche erreichbar.

1. Etappe am Samstag, 1. Juli 2017
Rollstuhlfahrer können die 1. Etappe gleich an vier Orten von Podesttribünen aus erleben. Eine Zuschauertribüne steht für 80 Rollstuhlfahrer und Begleitpersonen an der Heinrich-Heine-Allee, gleich neben der Deutschen Oper am Rhein. Am Reeser Platz werden Podeste für 90 Rollstühle sowie deren Begleitung bereitgestellt. Ebenso stehen am Graf-Adolf-Platz und am Kaiser-Friedrich-Ring Rollstuhlpodeste. Die Audiodeskription befindet sich am Tag der 1. Etappe am Reeser Platz, Ecke Rotterdamer Straße.

Um kurze Wege zu ermöglichen, haben mobilitätseingeschränkte Menschen (mit entsprechendem Ausweis) zum Grand Départ die Möglichkeit ihre Fahrzeuge auf besonderen Parkplätzen abzustellen. So werden am Tag der 1. Etappe an der Maximilian-Weye-Allee 60 Parkplätze für Menschen mit Behinderungen eingerichtet. Die Entfernung zur Rollstuhltribüne Heinrich-Heine-Allee beträgt 420 Meter und ist ohne Stufen zu erreichen. Weitere Parkflächen sind am Reeser Platz, Feldmühlenplatz und an der Kaiserswerther Straße zu finden. Alle Parkflächen für Menschen mit Behinderung und entsprechendem Ausweis sind nah an den vorgenannten Zuschauertribünen angesiedelt und sind in den Übersichtkarten aufgeführt. Ein Parkticket muss im Vorfeld im Internet unter www.granddepart.parkvogel.de/shop/parken-f %C3%BCr-menschen-mit-behinderung für 5 Euro gebucht werden; damit gilt der Parkplatz als reserviert.

Auch die Rheinbahn und damit der öffentliche Nahverkehr ist auf Menschen mit Handicap vorbereitet.
Folgende barrierefreie Haltestellen stehen auf dem Veranstaltungsgelände zur Verfügung: ESPRIT arena/Messe Nord, Freiligrathplatz, Messe Ost/Stockumer Kirchstraße, Nordpark/Aquazoo, Reeser Platz, Victoriaplatz/Klever Straße, Nordstraße, Tonhalle/Ehrenhof, Schadowstraße, Pempelforter Straße, Heinrich-Heine-Allee, Benrather Straße, Steinstraße/Königsallee, Oststraße, Graf-Adolf-Platz, Hauptbahnhof.

Weitere Information zur Barrierefreiheit unter www.rheinbahn.de/kontakt/Barrierefreiheit. Unter www.rheinbahn.de/tour gibt es etwa einen Monat vorher alle möglichen Verbindungen und die Fahrzeiten.

Einrichtungen, wie die barrierefreien Übergänge über die Radrennstrecke sind mit Piktogrammen in den Übersichtsplänen dargestellt. Aufgrund der hohen Fahrgeschwindigkeit der Rennradfahrer besteht außerhalb der ebenerdigen Übergänge keine Möglichkeit, die Strecke zu überqueren. An folgenden Stellen kann eine barrierefreie Überquerung stattfinden: Stockumer Kirchstraße (am Messehochhaus), Stockumer Kirchstraße (gegenüber Congress Center Düsseldorf), Fritz-Roeber-Straße (Ausfahrt Rheinufertunnel), Heinrich-Heine-Allee/Maximilian-Weyhe-Allee, Heinrich-Heine-Allee/Grabbeplatz, Königsallee/Trinkausstraße, Graf-Adolf-Straße/Breite Straße und Graf-Adolf-Straße/Elisabethstraße.

Sanitäranlagen für Menschen mit Behinderungen sind flächendeckend an der gesamten Radstrecke zu finden: Fischer-/Klever Straße, Reeser Platz, Rotterdammer Straße (Zuschauertribüne), Rheinpark (Public Viewing) am Fortuna-Büdchen (Ulanendenkmal), Maximilian-Weye-Straße, Altestadt, Grabbeplatz, Burgplatz, Marktplatz/Zollstraße, Rheinuferpromenade (Kunst im Tunnel), am Gelände des Festival du Tour (Landtag), Schadowplatz (Kö-Bogen) und am Graf-Adolf-Platz (Zuschauertribüne).

2. Etappe am Sonntag, 2. Juli 2017
Auch zur 2. Etappe stehen an der Heinrich-Heine-Allee für 80 Rollstuhlfahrer sowie am Victoriaplatz (30 Plätze) entsprechende Podesttribünen für Rollstuhlfahrer und deren Begleitungen zur Verfügung.

Mobilitätseingeschränkte Menschen mit entsprechendem Ausweis haben auch zur 2. Etappe die Möglichkeit auf einem besonderen Parkplätz ihr Fahrzeug abzustellen: Am Aquazoo, Kaiserswerther Straße stehen 60 Parkplätze exklusiv für Menschen mit Behinderung bereit. Die Parkfläche ist in den Übersichtkarten aufgeführt. Ein Parkticket muss im Vorfeld im Internet unter www.granddepart.parkvogel.de/shop/parken-f %C3%BCr-menschen-mit-behinderung für 5 Euro gebucht werden; damit gilt der Parkplatz als reserviert.

Folgende barrierefreie Haltestellen der Rheinbahn stehen zur Verfügung: ESPRIT arena/Messe Nord, Freiligrathplatz, Messe Ost/Stockumer Kirchstraße, Nordpark/Aquazoo, Reeser Platz, Victoriaplatz/Klever Straße, Nordstraße, Tonhalle/Ehrenhof, Schadowstraße, Pempelforter Straße, Heinrich-Heine-Allee, Benrather Straße, Steinstraße/Königsallee, Oststraße, Graf-Adolf-Platz, Hauptbahnhof, Kirchplatz, Rheinbahnhaus, Heerdter Sandberg, Prinzenallee, Heerdter Lohweg, Am Seestern und Dominikus Krankenhaus.

Weitere Information zur Barrierefreiheit der Rheinbahn-Haltestellen unter www.rheinbahn.de/kontakt/Barrierefreiheit. Unter www.rheinbahn.de/tour gibt es etwa einen Monat vorher alle möglichen Verbindungen und die Fahrzeiten.

Barrierefreie WC-Anlagen sind an folgenden Orten zu finden: Fischer/Klever Straße, Stockumer Nachbarschaftsfest, Rheinpark (Public Viewing) am Fortuna-Büdchen (Ulanendenkmal), Maximilian-Weye-Allee, Altestadt, Grabbeplatz, Burgplatz, Marktplatz/Zollstraße, Rheinuferpromenade (Kunst im Tunnel), am Gelände des Festival du Tour (Landtag), Schadowplatz (Kö-Bogen) und am Graf-Adolf-Platz (Zuschauertribüne).

Hilfe und Informationen für Menschen mit Handicap
An allen Veranstaltungstagen stehen insgesamt 2.400 Volunteers an den barrierefreien Einrichtungen, an markanten Knotenpunkten und im gesamten Veranstaltungsbereich mit Rat und Tat zur Verfügung.
Bei Fragen zu den Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen am Grand-Départ-Wochenende steht Bernhard Reimann unter der Nummer 0211-8928916 zur Verfügung (montags bis freitags, 9 bis 17 Uhr, sowie am 1. und 2. Juli von 9 Uhr bis 20 Uhr).

Quelle: Stadt Düsseldorf /Text: Meissner, Valentina
Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf/Ingo Lammert