Radverkehrs- und Nahmobilitätskonzept-Überquerungshilfe für Radfahrer

Umsetzung Radverkehrs- und Nahmobilitätskonzept-Überquerungshilfe für Radfahrer
Querungsstelle mit vorgezogenen Seitenräumen

Umsetzung Radverkehrs- und Nahmobilitätskonzept-Überquerungshilfe für Radfahrer

In Kleve wurde an der Kreuzung Briener Straße – Leinpfad/Bahndamm eine Überquerungshilfe für den Rad- und Fußverkehr als neuer Bestandteil der Radverkehrs- und Nahmobilitätsplanung der Stadt Kleve umgesetzt.

Die Überquerungshilfe mit vorgezogenen Seitenräumen  wurde dort ausgebaut, wo die stark frequentierte touristische Radverkehrsroute entlang des Leinpfads/Bahndamms von Kleve nach Griethausen die Briener Straße als Erschliessungsstraße (innerorts, 50 km/h) kreuzt.

Radverkehrsförderung –  Überquerungshilfe für Radfahrer

Die Maßnahme des Radverkehrskonzeptes ist an dem Ziel orientiert, dem Radverkehr in Kleve eine sichere und komfortable Befahrbarkeit des Straßen- und Wegenetzes zu ermöglichen. Mit der neuen Überquerungshilfe wird ein weiterer wichtiger Baustein zur Radverkehrsförderung hinzugefügt. Zur Verbesserung der Querungsbedingungen wurden „Gehwegsnasen“ ausgebaut.

Nahmobilitätsförderung – Barrierefreiheit

Nahmobilitätsförderung wird als zentraler Schlüssel für mehr (Lebens-)Qualität gesehen. Die Aufgabe der barrierefreien Umgestaltung des öffentlichen Raums wird in Kleve konsequent vorangetrieben. Durch die barrierefreie Ausgestaltung von Wegen erhält der Fußgänger adäquate Verkehrsräume. Zur Verbesserung der Querungsbedingungen werden für den Fußverkehr barrierefreie Querungsstellen ausgebaut.

Überquerungshilfe – vorgezogene Seitenräume

Der gemeinsame Geh-und Radweg wird baulich bis an die Fahrbahn für den fließenden Verkehr herangezogen. Vorgezogene Seitenräume unterstützen das Überqueren, weil sie

die Sichtfelder und Überquerungsstellen vom ruhenden Verkehr frei halten.

Beschreibung der Überquerungshilfe (Planung /Umsetzung der Maßnahme):

Gestaltung:

  • beidseitige Vorziehung des Seitenraums (2 x 1,75m)
  • Diagonale Querung (Verlegung des selbständig geführten Wegs / Leinpfads)
  • Betonung der querenden Radverkehrsachse durch Einengung der Fahrbahn auf 3,5 m (Engstelle 3,5 m) 

Planung:

  • Vorfahrt für Kfz-Verkehr (innerorts, 50 km/h)
  • Vorziehung des westlichen Seitenraums bei Verlegung des Wegs und diagonaler Führung des Radverkehrs erforderlich aufgrund der Sichteinschränkungen
  • Schaffung von Aufstellflächen in beiden Seitenräumen
  • Breite der Furt der kreuzenden Radverkehrsachse (Länge der Querungsstelle / diagonale Querung)
  • Querungsstelle für Fußgänger, barrierefreie Ausgestaltung der Querungsstelle
  • Halteverbote sind insb. bei Vorziehung von 1,75m insbesondere nördlich der QS erforderlich (Freihalten der Sichtfelder; Aufstellfläche für wartende Fahrzeuge)

Beschilderung:

  • Beschilderung „Vorfahrt gewähren“ für Radverkehrsachse
  • Beschilderung „Verengte Fahrbahn“ für Kfz-Verkehr
  • Beschilderung „Halteverbot“ und „Leitbake“ für Kfz-Verkehr

Beleuchtung:

  • Errichtung von 2 neuen LED-Straßenlaternen am Kreuzungspunkt für die bessere Sichtbarkeit des querenden Radfahrers 

Kosten:

  • ca. 45.500 € für Umsetzung der Maßnahme

Weiterführende Informationen erhalten Sie als Anlage.

Quelle: Stadt Kleve
Foto: Stadt Kleve