Oberbürgermeister Frank Meyer sprach mit Vertretern der christlichen Kirchen

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Oberbürgermeister Frank Meyer sprach mit Vertretern der christlichen Kirchen
Oberbürgermeister Frank Meyer sprach mit Vertretern der christlichen Kirchen

Oberbürgermeister Frank Meyer sprach mit Vertretern der christlichen Kirchen

Oberbürgermeister Frank Meyer hat sich zum Gedankenaustausch mit dem Superintendenten des evangelischen Kirchenkreises Krefeld-Viersen, Pfarrer Burkhard Kamphausen, und Pfarrer Paul Jansen als Vertreter der Krefelder Katholiken im Rathaus getroffen. Frank Meyer betonte die gute und etablierte Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren zwischen der Stadt und den beiden großen christlichen Kirchen. Die Geistlichen und der Oberbürgermeister sprachen über Krefelder Themen ebenso wie überregionale Fragen wie die Situation in der Türkei. Die Ermordung eines katholischen Priesters im nordfranzösischen Saint-Etienne-du-Rouvray sowie die Terrorakte in den vergangenen Tagen sorgten bei allen für tiefe Bestürzung. „Die eigene Betroffenheit ist groß“, so Meyer.

Oberbürgermeister Frank Meyer traf sich zum Gedankenaustausch mit dem Superintendenten des evangelischen Kirchenkreises Krefeld-Viersen, Pfarrer Burkhard Kamphausen (links), und Pfarrer Paul Jansen (rechts) als Vertreter der Krefelder Katholiken im Rathaus. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken
Oberbürgermeister Frank Meyer traf sich zum Gedankenaustausch mit dem Superintendenten des evangelischen Kirchenkreises Krefeld-Viersen, Pfarrer Burkhard Kamphausen (links), und Pfarrer Paul Jansen (rechts) als Vertreter der Krefelder Katholiken im Rathaus. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken

In dem gut einstündigen Gespräch thematisierten Oberbürgermeister Meyer, Pfarrer Kamphausen und Pfarrer Jansen auch die Flüchtlinge in Krefeld. Der Oberbürgermeister berichtete, dass forciert Familien mit Kindern beziehungsweise Frauen mit Kindern in Wohnungen vermittelt werden. Ziel sei es, sukzessive die Sporthallen als Notunterkünfte aufzulösen. Die langfristige Unterbringung aller Menschen in der Stadt bilde allerdings eine große Herausforderung, so Frank Meyer. Zumal neben den Flüchtlingen auch EU-Bürger sowie Menschen aus dem ländlichen Raum vermehrt nach Krefeld ziehen. Die Begegnung zwischen Krefeldern und Flüchtlingen wie bei „Das tägliche Brot“ in der Kirche St. Dionysius schreite gleichzeitig gut voran, so Jansen. „Da tun wir in Krefeld einiges“, sagte der Hülser Pfarrer. Und die Integration beispielsweise italienischer Auswanderer in die Kirchengemeinden sei problemlos, meinte Jansen.

Situation in den Kirchengemeinden

Die Drei sprachen ferner über die Situation in den Krefelder Gemeinden. Dort sei der Erhalt der Kirchengebäude, deren Umwidmung oder auch Schließung nach wie vor ein wichtiges Thema. „Das eine sind die Häuser, die zu erhalten sind, das andere die Menschen“, sagte Kamphausen. Die ehrenamtlichen Kräfte zum Beispiel für die Notfallseelsorge werden immer älter und es wird aufwändiger, Nachwuchs für diese Aufgaben zu finden. „Das ist nicht nur ein kirchliches Problem“, sagte der Superintendent. Gerade aus der eigenen Jugendarbeit kommen nicht mehr so viele Menschen für ehrenamtliche Aufgaben nach. Problematisch sei dies vor allem für das Amt des Pfarrers. „Die Zahl, die nachkommt, ist sehr klein“, so Kamphausen. Das könne in den kommenden fünf bis sechs Jahren zu deutlichen Problemen führen. Von dieser Problematik sei die katholische Kirche schon seit einigen Jahren betroffen. Beide teilen zudem die Sorge um den hohen Altersdurchschnitt von Erzieherinnen in ihren Einrichtungen. Der Oberbürgermeister lobte indes das Engagement der Kirchen im Kindergartenbereich. Die Kitas seien ein Weg, junge Familien für die Arbeit in den Gemeinden zu erreichen. „Ich bin ihnen dankbar, wenn die Kirchen ihre Kita-Arbeit fortsetzen“, so Frank Meyer.

Mit Blick auf das Reformationsjubiläum konnte Kamphausen berichten, dass im September und Oktober 2017 auch in Krefeld Veranstaltungen vorgesehen sind. Zum Auftakt wird es bereits ab Oktober 2016 einen Pilgerweg durch Krefeld und dann auch durch andere Städte in den Kirchenkreisen Aachen, Jülich und Gladbach-Neuss geben. Zudem ist eine Reformationssynode in Mönchengladbach und ein Fest der Begegnung als ökumenische Veranstaltung in Jülich im September geplant.

Foto: Stadt Krefeld
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