Naufus Ramirez-Figueroa erhält das Mies-Stipendium

Naufus Ramirez-Figueroa erhält das Mies-Stipendium
Naufus Ramirez-Figueroa erhält das Mies-Stipendium

Naufus Ramirez-Figueroa erhält das Mies-Stipendium 2017 der Stadt Krefeld

Der mit 5000 Euro dotierte Preis ist mit einer Ausstellung verbunden

Das mit 5000 Euro dotierte Mies van der Rohe-Stipendium 2017 der Stadt Krefeld geht an Naufus Ramirez-Figueroa. Der in Guatemala City lebende Künstler, Jahrgang 1978, überzeugte die internationale Jury durch seine sehr körperliche und persönliche Auseinandersetzung mit essentiellen Themen wie Architektur, Kultur und Geschichte, bei der er sich sowohl an populären Praktiken der südamerikanischen Folklore bedient als auch Merkmale einer universellen Hochkultur hinterfragt. Auf eine einzigartige, meist farbgewaltige Weise verknüpfe er Kunst und Alltag miteinander. Mit der Preisverleihung ist eine von Gastkuratorin Dorothee Mosters betreute Ausstellung ab Februar 2017 im Museum Haus Lange verbunden, die den Preisträgern eine internationale Aufmerksamkeit verschaffen soll. Die Preisträger leben und arbeiten für einige Zeit in der Atelierwohnung von Haus Esters und realisieren ein künstlerisches Projekt für den Ort und in Auseinandersetzung mit seiner Gestalt und Geschichte. Die Stadt Krefeld verleiht alle zwei Jahre das Stipendium. Es wurde 1979 eingerichtet, um junge, vielversprechende Künstler zu unterstützen.

Das offene Raumkonzept und die besondere Materialsprache von Ludwig Mies van der Rohe wie auch die wechselvolle Geschichte der beiden, Ende der 1920er-Jahre entstandenen Häuser können für Ramirez-Figueroa Anregung und Herausforderung gleichermaßen sein. „In seinen Projekten nutzt er eine breite formelle Sprache, die sich in einer Vielfalt seiner künstlerischen Produktion von Skulptur über Zeichnung und Fotografie bis hin zu Performance ausdrückt. Dabei formuliert er eine ihm ganz eigene zeitliche Narration, die Fragen nach Identität, Körper und Raum stellt.Identität, Körper und Raum sowie die außereuropäische Perspektive, die Naufus Ramirez-Figueroa als guatemaltekischer Künstler einnimmt, sind zentrale Aspekte, die neue Möglichkeiten in der Auseinandersetzung mit der Architektur und Geschichte der Krefelder Villen von Mies van der Rohe versprechen“, so die Begründung der Jury.

Für das Mies-Stipendium schlagen drei auswärtige Kunstexperten je zwei Künstler vor. In einem zweiten Schritt entscheidet eine separate Jury über den Gewinner des Mies van der Rohe-Stipendiums. Dem vorschlagenden Gremium für das Mies van der Rohe-Stipendium 2017 gehörten Jessica Morgan (Dia Art Foundation, New York), Laurence Sillars (Baltic Center for Contemporary Art, Gateshead) und Nicolaus Schafhausen (Kunsthalle Wien) an. Sie haben Flaka Haliti, Tamar Harpaz, Naufus Ramirez-Figueroa, Meriҫ Algün Ringborg, Prem Sahib und Charles Stankievech benannt. Über das Künstlerstipendium 2017 entschieden die Jurymitglieder Katia Baudin (designierte Leiterin der Kunstmuseen Krefeld), Bart de Baere (Direktor, Museum van Hedendaagse Kunst, Antwerpen), Helen Hirsch (Direktorin, Kunstmuseum Thun), Dr. Sylvia Martin (stellvertretende Leiterin der Kunstmuseen Krefeld) sowie Holger Otten (Kurator, Ludwig Forum, Aachen).

Foto: Stadt Krefeld/Naufus_Fantasma_Amigable
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