Nachgefragt, nachgehakt …. ich fragte Michael Bay, stellv. Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Grüne

Nachgefragt, nachgehakt .... ich fragte Michael Bay, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Pressesprecher von Bündnis 90/Grüne im Stadtrat von Kleve und Mit-Autor beliebter Krimis
Nachgefragt, nachgehakt .... ich fragte Michael Bay, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Pressesprecher von Bündnis 90/Grüne im Stadtrat von Kleve und Mit-Autor beliebter Krimis

Nachgefragt, nachgehakt …. ich fragte Michael Bay, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Pressesprecher von Bündnis 90/Grüne im Stadtrat von Kleve und Mit-Autor beliebter Krimis

Das Ratsmitglied von Bündnis 90/Grüne im Stadtrat der Kreisstadt Kleve kenne und schätze ich seit langem. Michael gilt für mich als kantig, ehrlich, verläßlich und tolerant, offen für andere Meinungen und streitbar für das Wohl der Menschen im Land. Wir tauschen oft unsere Meinungen aus, die sich nicht immer gleichen, verlieren jedoch nie die Achtung und den Respekt voreinander.

Bei einem Kamingespräch fragte ich ihn nach seiner Einschätzung der aktuell heftig diskutierten Thematik „Neuwahlen, Minderheitsregierung und Jamaika-Koalition“. Hier seine Meinung dazu:

Ich plädiere für eine Minderheitsregierung und verstehe nicht, warum so viele Menschen von Instabilität in diesem Fall sprechen. Eine Minderheitsregierung ist auf jeden Fall die bessere Lösung als die sogenannte Große Koalition. Dass die große Koalition zerstörerisch ist, das haben die letzten Jahre doch bewiesen. Tatsächliche politische Arbeit wurde nicht mehr geleistet. Es ist gut, wenn eine Regierung sich in politischen Fragen Mehrheiten beschaffen müsste.

Dann müssten etwa AfD und FDP ihren kriegstreibenden, völkischen und nationalen Kurs begründen. Die FDP wäre gezwungen, zu begründen, warum sie etwa die von ihr betriebene Zerschlagung des Wohlfahrtsstaates weiter vorantreiben will. Beide, AfD und FDP müssten belegen, dass de Gaulle und Adenauer Unrecht hatten mit ihrer Feststellung, dass nur ein vereintes Europa dauerhaft friedenssichernd und politökonomisch stabil ist. Gerade dadurch, dass etwa zentrale Industrien und politische Institutionen auf europäisches Niveau gezogen werden. Macron und Co wiederholen doch nur die Diskussion der 60- er Jahre. Aus meiner Sicht würde eine (schwarz-grüne) Minderheitsregierung politische Kreativität schaffen.

Noch etwas: bei einer großen Koalition wäre dieser völkisch-nationalistisch durchmischte, neoliberale Haufen die größte Oppositionspartei. Wer will das denn?

Ich bedanke mich bei Michael Bay für seine offenen Worte.

Redakteur: Willi Heuvens
Foto: Willi Heuvens