Kröten, Frösche und Molche verdienen Schutz

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NABU und Stadt Geldern bitten um Rücksichtnahme Kröten, Frösche und Molche verdienen Schutz
Vorsorge schon im Winter: Während der letzten Wochen half auch die NABU-Jugend dabei, beschädigte Krötenschutzzäune zu reparieren. Hier an der Straße Zur Boeckelt (Foto: Windeln).

NABU und Stadt Geldern bitten um Rücksichtnahme

Kröten, Frösche und Molche verdienen Schutz

GELDERN    Sobald die Temperaturen steigen werden sie aktiv. Kommt der Regen dazu und  durchfeuchtet den Boden gibt es für die Amphibien kein Halten mehr. Sie machen sich auf den Weg zu ihren Laichgewässern.

Dort kommen viele der nützlichen Tiere, die unter anderem dabei helfen, Insektenplagen zu vermeiden, allerdings nicht an. Kröten, Frösche und Molche begegnen allzu oft ihrem gefährlichsten Feind, dem Menschen. Trotz vieler Krötenzäune sind Autos noch immer ein Riesenproblem. Um hier schützend einzugreifen, werden die Kraftfahrzeuge an bestimmten Stellen nachts ausgesperrt. So zum Beispiel am Marktweg, zwischen Hartefelder Dyck und Eckesdyck. Hier schließen ehrenamtliche Helfer am Abend gegen 19 Uhr eine Schranke. Morgens ab 7.30 Uhr ist der Weg für Fahrzeuge wieder frei. Die Tierschützer der NABU-Ortsgruppe Issum-Geldern bitten die Kraftfahrer um Verständnis für diese Maßnahme.

Gleichzeitig appelliert die Stadt Geldern an die Eigenverantwortung der Autofahrer. An der Vernumer Straße, am Grünen Weg, am Deckersweg, am Bartelter Weg, am Droyenweg und an der Waltersheide weisen Schilder auf die wandernden Kröten hin. Doris Schreurs von der Umweltschutzstelle im Gelderner Rathaus: „Vor allem Gewässer mit angrenzenden Waldgebieten sind wichtig für Amphibienpopulationen. Dazu gehören im Gelderner Stadtgebiet insbesondere die Fleuthkuhlen, der Heitkampsee, der Heidesee bei Welbers und der Holländer See sowie kleine Gewässer an der Verumer Straße, auf der Boeckelt und am Grünen Weg.“

Viele freiwillige Helfer sind auch in diesem Jahr unterwegs, um das Schlimmste zu vermeiden. Sie installieren und reparieren Krötenschutzzäune, die die Tiere zu Eimern leiten, die in den Boden versenkt wurden. Tierschützer tragen die Tiere an jedem Tag in der Morgendämmerung über die Straße. Spät abends wird nochmals kontrolliert. Ein Aufwand, den Kröten und Molche auch verdienen. Sie vertilgen jährlich Tonnen von Krabbeltieren. Selbst wiederum sind sie Nahrung für andere Tiere, zum Beispiel für Störche.

Quelle: Stadt Geldern
Foto: Windeln