„KWM pur“ im Kaiser-Wilhelm-Museum

12 000 Besucher kamen zu „KWM pur“ in das Kaiser-Wilhelm-Museum
12 000 Besucher kamen zu „KWM pur“ in das Kaiser-Wilhelm-Museum

12 000 Besucher kamen zu „KWM pur“ in das Kaiser-Wilhelm-Museum

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Nach der Umbauzeit konnte das Krefelder Museum erstmals besichtigt werden

Das Kaiser-Wilhelm-Museum in Krefeld haben zur Voreröffnung rund 12 000 Menschen besucht. Nach fast vier Jahren Umbauzeit konnten sie das Museum am Joseph-Beuys-Platz während der dreitägigen Veranstaltung „KWM pur“ ohne Kunst besichtigen und sich einen Eindruck von der Architektur verschaffen. Es wurden verschiedene Themenführungen und Vorträge über die Bauarbeiten sowie die Baugeschichte des Museums angeboten. An allen Abenden gab es zudem eine Lichtshow vor dem Haus. „Es war ein beindruckendes, entspanntes, fröhliches Wochenende. Das Museum hat sich zu einem Symbol Krefelder Identität entwickelt und bei den Lichtspielen gab es Gänsehautgefühl. Eine gute Ouvertüre für die Eröffnung im Sommer, die von mehr als 12 000 Menschen besucht wurde“, freut sich Uli Cloos, Fachbereichsleiter Marketing und Stadtentwicklung. Die Wiedereröffnung des Kaiser-Wilhelm-Museums erfolgt am 2. Juli mit der Ausstellung „Das Abenteuer unserer Sammlung I“.

Bei strahlendem Sonnenschein, bei „Kaiserwetter“, strömten die Krefelder am vergangenen Wochenende in das Kaiser-Wilhelm-Museum. Das Interesse an den zuerst auf 30 Personen begrenzten Führungen war so enorm, dass vielfach die Besucher auf nachfolgende Rundgänge vertröstet werden mussten. „Ich habe diese umwerfende Resonanz nicht erwartet. So viel positive Zustimmung, sogar Begeisterung haben mich sehr überrascht“, sagt Angela Naebers vom Fachbereich Zentrales Gebäudemanagement. Die Leute haben bei ihren Führungen stets interessiert zugehört und zahlreiche Fragen gestellt, berichtet die Architektin. Einen besonderen Anziehungspunkt bildete der Wandgemäldezyklus „Lebensalter (1923)“ von Johann Thorn Prikker. Dort verweilten Besucher, um sich die vier restaurierten Wandbilder intensiv anzuschauen. Zum letzten Mal waren die Bilder Mitte der 1970er-Jahre zusehen. Bis zur Voreröffnung waren sie hinter einer Schutzwand verborgen.

Großes Interesse weckte der Vortrag von Dr. Sven Kuhrau, Ausstellungskurator und Museumshistoriker aus Berlin. Er sprach im voll besetzten neuen Vortragssaal über „Mehr als nur eine Hülle – Die Architektur des Kaiser-Wilhelm-Museums“. In seinem Vortrag schilderte Kuhrau die unterschiedlichen Umbauten des Hauses seit der Kaiserzeit bis in die Gegenwart. Zudem zeigte er Bespiele von anderen Museen, die wie das Krefelder Haus als Kaiserdenkmal und Museum konzipierten wurden. Auf eine große Publikumsresonanz stieß auch die Gesprächsrunde „Quer denken“ über Architektur, Museum, Geschichte und Kunst. Der Kunsthistoriker Dr. Michael Fehr, ehemaliger Direktor Karl Ernst Osthaus-Museum (1987 bis 2005), Dr. Ulrike Lorenz, Direktorin der Kunsthalle Mannheim, und der Berliner Architekt Dr. Hans Witschurke berichteten in Kurzreferaten von Umbau- und Sanierungsarbeiten beziehungsweise Neubauten in Hagen, Mannheim und Berlin. Anschließend diskutierten sie zusammen mit Dr. Sylvia Martin, der stellvertretenden Leiterin der Kunstmuseen Krefeld, und Dr. Sven Kuhrau unter anderem über die Revitalisierung originaler Bausubstanz des 19. Jahrhunderts in deutschen Museen.

Foto: Stadt Krefeld