Kunstmuseen Krefeld haben eine einzigartige Design-Sammlung erhalten

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Kunstmuseen Krefeld haben eine einzigartige Design-Sammlung erhalten
Matali Crassets „Quand jim monte à paris“ (wenn Jim nach Paris kommt, 1997). Das Möbelstück ist eine Säule, die sich in ein Bett verwandeln lässt (von vorne): Musumsleiterin Katia Baudian, Bruno Domeau , Constanze Zawadzky, Volontärin Kunstmuseen Krefeld, und Philippe Pérès. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken

Kunstmuseen Krefeld haben eine einzigartige Design-Sammlung erhalten

Domeau und Pérès schenken 50 Design-Möbel, Objekte wie auch Prototypen

Die Kunstmuseen Krefeld haben eine einzigartige Schenkung vom französischen Design-Möbel-Hersteller Domeau und Pérès erhalten. Bruno Domeau und Philippe Pérès arbeiten seit Jahrzehnten weltweit mit maßgeblichen Designern zusammen. Anlässlich ihres 20-jährigen Firmenjubiläums haben sie den Kunstmuseen Krefeld rund 50 außergewöhnliche und hochwerte Design-Möbel, Objekte wie auch Prototypen von zeitgenössischen Designern wie Martin Szekely, Matali Crasset, Christophe Pillet, Ronan & Erwan Bouroullec oder Mark Newson geschenkt. Neben Krefeld bedachten Domeau und Pérès bislang nur noch das Kunstgewerbemuseum Musée des Arts décoratifs in Paris. „Das ist ein großer Tag, ein neuer Start, der sich mit dem Ursprungsgedanken des Museums verknüpft“, freut sich die Krefelder Museumsleiterin Katia Baudin. Das Kaiser-Wilhelm-Museum hatte in seinen Anfängen einen Schwerpunkt auf angewandte Kunst, sprich Design. Diesen Ursprungsgedanken des Museums möchte Baudin bei der programmatischen Ausrichtung des Hauses aufgreifen und neu betrachten. In einer Ausstellung im Haus am Joseph-Beuys-Platz im Frühjahr 2018 soll der neue Bestand in einen Dialog mit Objekten aus der Krefelder Sammlung treten.

„Wir sind sehr dankbar, dass die Kunstmuseen Krefeld einen Teil unserer Sammlung aufnehmen“, sagt Bruno Domeau. Der Gedanke, ihre Sammlung einem oder mehreren Museen zur Verfügung zu stellen, bewegte die beiden schon längere Zeit. Statt sie in eine Auktion zu geben, sollten viele Menschen, vor allem junge Designer, die Chance erhalten, sich diese Objekte von einflussreichen Designern anschauen. Ihre Objekte spiegeln den kreativen Dialog zwischen Designer und Hersteller wider und zählen zu den Ikonen der Designgeschichte der vergangenen 20 Jahre. Neben dem Pariser und dem Krefelder Museum soll noch ein Museum in den USA Teile ihrer Sammlung erhalten. Das Krefelder bleibt das einzige Haus in Deutschland. Die Schenkung hat Katia Baudin initiiert, die die Arbeit von Domeau und Pérès seit ihren Anfängen begleitet. „Dank des außerordentlichen Engagements von Philippe Pérès und Bruno Domeau, haben die Kunstmuseen Krefeld auf einen Schlag den Grundstock einer zeitgenössischen Design-Sammlung erhalten“, so Baudin.

Im Jahr 1996 gründen der Polsterer Philippe Pérès und der Sattler Bruno Domeau das Unternehmen Domeau & Pérès, um ihr handwerkliches Können und ihre Expertise dem zeitgenössischen Design zu widmen. Das Duo hat sich für seine hochwertige sowie detailorientierte Verarbeitung von Materialien und den kreativen Dialog mit den wichtigsten Vertretern des internationalen Designs einen weltweiten Namen gemacht. Sie ermöglichen den Designern ihre ambitioniertesten Träume zu verwirklichen und schreiben Designgeschichte mit Möbeln und Objekten in limitierter Auflage, die häufig sehr aufwendig in der Herstellung sind.

Quelle: Stadt Krefeld
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken

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