Krebs- und Alzheimerforschung an der Hochschule Rhein-Waal

Krebs- und Alzheimerforschung an der Hochschule Rhein-Waal
Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konferenz „Functional Nanomaterials“ an der Hochschule Rhein-Waal. Foto: Hochschule Rhein-Waal

Krebs- und Alzheimerforschung an der Hochschule Rhein-Waal

Projekt „Hynanodend Baltic Sea Network“ startet im Rahmen der Konferenz „Functional Nanomaterials“

Das Forschungsprojekt „Hynanodend Baltic Sea Network“, welches in Kooperation zwischen Hochschulen aus Deutschland, Polen, Großbritannien, Schweden, Finnland, Italien, Frankreich und den Niederlanden bearbeitet wird, ist erfolgreich gestartet. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt befasst sich mit der Entwicklung neuer Materialien für verschiedene biomedizinische Anwendungen wie beispielsweise für die Krebs- und Alzheimerforschung.

Kleve/Kamp-Lintfort, 22. Februar 2017: Das Projekt „Hynanodend Baltic Sea Network“ ist ein internationales und interdisziplinäres Forschungsprojekt zur Erforschung neuer biomedizinischer Materialen. Im Rahmen der Konferenz „Functional Nanomaterials“ trafen sich unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Amir Fahmi, Professor für Materialwissenschaften an der Hochschule Rhein-Waal, Expertinnen und Experten verschiedener europäischer Universitäten auf dem Campus Kleve. Durch die ineinandergreifenden Forschungsarbeiten sollen neue biomedizinische Materialien entwickelt werden, die zur Diagnose und Behandlung verschiedener Krankheiten wie beispielsweise von Krebs oder Alzheimer beitragen können.

In einem intensiven Austausch informierten sich die Expertinnen und Experten über aktuelle Forschungsergebnisse und die Perspektiven zukünftiger Entwicklungen biomedizinische Materialien die zur personalisierten Medizin, einer maßgeschneiderten Behandlungsstrategie zur zielgerichteten Behandlung ohne Nebenwirkungen, beitragen können und diskutierten über innovative Anwendungsmöglichkeiten für nanomedizinische Bereiche. Teilgenommen haben Vertreterinnen und Vertreter der Hochschule Rhein-Waal, der Universität Siegen, der Universitäten von Lodz und Krakau in Polen, der Universität Exeter in Großbritannien, dem KTH Royal Institute of Technology in Schweden, der Universitäten aus Oulu in Finnland und Tartu in Estland, der Radboud Universität in Nimwegen, der Universität Neapel in Italien sowie der Universität Tours in Frankreich.

Dabei ging es insbesondere um die selektive Zerstörung von Tumorzellen oder die selektive Zerstörung der Beta-Amyloid Protein Nanostrukturen. Das Protein Beta-Amyloid ist für die Übertragung von Informationen in unserem Gehirn notwendig. Werden zu viele Proteine erzeugt oder setzen sich zu stark ab, kann dies den Informationsfluss im Gehirn schädigen. Eine selektive Zerstörung der Beta-Amyloid Proteinen soll die Symptomatik verlangsamen und ein Ausbrechen der Alzheimer-Krankheit verzögern. Die beteiligten Forscherinnen und Forscher planten neue gemeinsame Projekte und betonten das Interesse an weiterer intensiver Zusammenarbeit zur Entwicklung der nächsten Generation von Hybrid Nanomaterialien für biomedizinische Anwendungen.

Quelle: Hochschule Rhein-Waal
Foto: Hochschule Rhein-Waal