Bei Kaiser-Wilhelm-Museum zeigt sich die Architekur

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Kaiser-Wilhelm-Museum: Bei KWM pur zeigt sich die Architekur
Kaiser-Wilhelm-Museum: Bei KWM pur zeigt sich die Architekur

Kaiser-Wilhelm-Museum: Bei KWM pur zeigt sich die Architekur

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Thorn-Prikker-Wandbilderzyklus „Lebensalter“ zu sehen

Das Kaiser-Wilhelm-Museum in Krefeld wird in der Zeit vom 1. bis 3. April nach seinem Umbau erstmals wieder für die Öffentlichkeit geöffnet sein. Die Veranstaltung „KWM pur“ bietet an allen drei Tagen von 11 bis 20 Uhr bei freiem Eintritt die Gelegenheit, die komplett neu hergerichteten Räume noch ohne Kunst zu erleben und sich einen Eindruck von der Architektur zu verschaffen. Und das lohnt sich: Die hellen Räume sind mit großen Fenstern ausgestattet und dazu mit einer gleichmäßigen künstlichen Beleuchtung, so dass bei jedem Wetter und zu jeder Tageszeit gute Lichtverhältnisse herrschen. Die historischen, einfachverglasten Fenster konnten erhalten werden, die erforderlichen klimatischen Bedingungen durch das Davorsetzen von modernen Fenstern hergestellt werden. Diese verfügen über eine ausgefeilte Technik die sich im Inneren der Rahmen verbirgt, so dass sie die Sicht auf die historischen Fenster kaum stören. Wer seinen Blick nach oben richtet, wird erkennen, dass jeder Raum eine andere Decke hat. Hier finden sich alle Stilrichtungen wieder von Gotik über Romanik und Renaissance bis hin zum niederrheinischen Bauernstil.
Interessant ist aber auch zu wissen, was man nicht sehen kann: Die gesamte Gebäudetechnik wurde im Rahmen des Umbaus in den Nischen untergebracht und
hinter den Wänden verborgen. Nur Feuerlöscher und Alarmsicherungsanlagen sind natürlich offen sichtbar. Es wurden beispielsweise 62 Klimageräte in den Nischen unterhalb der Fenster installiert. Ein Zusammenspiel zwischen der zentralen Klimaanlage, den Klimageräten und der Fußbodenheizung sorgt für ideale
Temperaturen in den Räumen. „Jeder Raum ist individuell regelbar“, sagt Angela Naebers vom Fachbereich Zentrales Gebäudemanagement der Stadt Krefeld. Dazu erklärt Dr. Sylvia Martin, stellvertretende Leiterin der Kunstmuseen: „Ein konstantes Raumklima bildet heute die Grundlage, um Kunstwerke aus anderen Museen als Leihgabe zu erhalten. Diese Anforderungen sind in den vergangenen 15 Jahren gestiegen“.

Auch die hohen Lichtsäle im zweiten Obergeschoss des Kaiser-Wilhelm-Museums sind sehenswert: Die Verglasungen der Decken und des darüber liegenden Daches mit Sonnenlamellen wurden zwar erneuert, die originale Stahlkonstruktion, die in der damaligen Zeit eine Besonderheit war, wurde dabei jedoch erhalten. In einem der Räume verbindet sich die Kunst direkt mit der Architektur: Der vierteilige Wandbildzyklus „Lebensalter“ des niederländischen Künstlers Johan Thorn Prikker aus dem Jahr 1923 ist hier erstmals nach fast 40 Jahren wieder zu sehen. Die Werke waren seit 1976 hinter einer Schutzwand verborgen.

Der Beuys-Raum wird zu KWM pur aber noch nicht zu sehen sein. Er wird erst zur Wiedereröffnung des Museums am 2. Juli geöffnet. Während der drei KWM-pur-Tage werden verschiedene Themenführungen und Vorträge über die Bauarbeiten und die Baugeschichte des Museums angeboten. Das gesamte Programm liegt als Faltblatt in städtischen Gebäuden aus und steht im Internet unter www.krefeld.de/kwm-pur.

Quelle: Stadt Krefeld
Foto: Stadt Krefeld