Integriertes Handlungskonzept Innenstadt Kleve: Förderprojekte bewilligt

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Integriertes Handlungskonzept Innenstadt Kleve: Förderprojekte bewilligt
Die Mitglieder des Entscheidungsgremiums vor ihrer jüngsten Sitzung (von links): Nina Hangebruch (Citymanagement), Dr. Fabian Merges (Ausschuss für Kultur und Stadtgestaltung), Gaby Kreusch (Klever Citynetzwerk), Dr. Joachim Rasch (Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing Kleve), Werner van Ackeren (Klevischer Verein für Kultur und Geschichte), Willibrord Haas (Erster Beigeordneter und Stadtkämmerer), Anke Haun (Citymanagement) und Jörg Cosar (Ausschuss für Kultur und Stadtgestaltung). Es fehlen: Carolin Holtey (ASTA Hochschule Rhein-Waal) und Hiltrud Schoonhoven (Haus- und Grundbesitzerverein Kreis Kleve).

Integriertes Handlungskonzept Innenstadt Kleve: Förderprojekte bewilligt

Verfügungsfonds startet durch

Kleve. Im Rahmen des Verfügungsfonds stehen bis Ende 2018 noch Fördermittel in Höhe von 75.000 Euro für Projekte in der Klever Innenstadt zur Verfügung – vorausgesetzt, es werden in gleicher Höhe Privatmittel eingeworben. Damit sollen insgesamt weitere 150.000 Euro in die Stärkung und Attraktivitätssteigerung der Klever Innenstadt investiert werden. Das zuständige Entscheidungsgremium hat sich jetzt zu seiner zweiten Sitzung getroffen und über neue Anträge und Projektideen beraten. Investitionen in Höhe von rund 50.000 Euro sind auf den Weg gebracht worden.

Der Verfügungsfonds ist ein Förderinstrument, das im Rahmen des Integrierten Handlungskonzepts Innenstadt Kleve (IHK) eingesetzt wird. Gefördert werden vor allem Maßnahmen, mit denen der öffentliche Raum attraktiver sowie die Aufenthalts- und Verweilqualität in der Innenstadt verbessert werden. Zudem soll die Zukunftsfähigkeit des Einzelhandelsstandorts Kleve gesteigert werden, insbesondere vor dem Hintergrund der Umsatzdynamik im Onlinehandel. Auch nachhaltige Nutzungskonzepte für derzeit leerstehende Immobilien werden entwickelt.

Die ersten Projekte, die im Rahmen des Verfügungsfonds gefördert werden, sind inzwischen bewilligt. „Sobald es losgeht, informieren wir über die konkreten Maßnahmen“, berichtet Nina Hangebruch, die als Projektleiterin im Büro Stadt + Handel Beckmann und Föhrer Stadtplaner PartGmbB mit dem Citymanagement in Kleve betraut ist. Zudem seien bereits verschiedene neue Anträge in der Vorbereitung. Fördermittel und Interesse seien vorhanden, so dass der Verfügungsfonds 2017 weiter durchstarten könne.

Häufig stelle sich Interessenten allerdings die Frage, wie der Verfügungsfonds eigentlich funktioniere. Deshalb habe das Citymanagement drei Checklisten entwickelt, die jetzt auf der Webseite www.innenstadt-kleve.de/verfuegungsfonds heruntergeladen werden können. „Damit geben wir eine erste Orientierungshilfe. Da das Thema auf den ersten Blick aber ziemlich abstrakt ist, beraten wir natürlich auch gern persönlich“, betont Anke Haun, die als Ansprechpartnerin für alle Interessenten montagnachmittags und freitagsmorgens in den Räumlichkeiten des Kleve Marketing zu finden ist.

Bis Ende 2018 stehen insgesamt noch Fördermittel in Höhe von 75.000 Euro zur Verfügung. Das Geld stammt aus der Städtebauförderung: Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, des Ministeriums für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen und der Stadt Kleve. Damit dieses Geld aber abgerufen werden kann, müssen in gleicher Höhe Privatmittel eingeworben werden. Eine Aufgabe, die das Citymanagement in enger Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und in Kooperation mit örtlichen Vereinen gemeinsam angeht. „Bisher haben wir 25.781,95 Euro projektbezogen eingeworben“, berichtet Nina Hangebruch.
Dies bedeutet, dass erste durch private Akteure initiierte Projekte in Kürze umgesetzt werden können. Weitere zweckgebundene Spenden an den Verfügungsfonds seien jederzeit willkommen. Überweisungen sind auf das Konto der Stadt unter dem Stichwort „Verfügungsfonds“ möglich.

Wenn konkrete Projekte realisiert werden, erhalten die Initiatoren bis zu 50 Prozent der Kosten aus dem Verfügungsfonds. Die andere Hälfte der Kosten ist aus eigenen Mitteln zu bestreiten. Für die bislang bewilligten Projekte sind Gesamtinvestitionen in Höhe von mehr als 50.000 Euro auf den Weg gebracht worden. „Wir hoffen, in den kommenden beiden Jahren noch möglichst viele Projekte umzusetzen. Wir freuen uns deshalb über zahlreiche Ideen und privates Engagement“, so Anke Haun.

Unabhängiges Gremium Die Entscheidung, ob ein Projekt gefördert wird oder nicht, trifft ein unabhängiges Gremium, bestehend aus dem Vorsitzenden und stellvertretenden Vorsitzenden des Ausschusses für Kultur und Stadtgestaltung, jeweils einem Vertreter/in des Klevischen Vereins für Kultur und Geschichte e.V., des Klever Citynetzwerks, des Haus- und Grundbesitzvereins Kreis Kleve e.V., des ASTA der Hochschule Rhein-Waal, Stadtmarketing/Wirtschaftsförderung und dem Citymanagement sowie dem Ersten Beigeordneten und Stadtkämmerer und dem Technischen Beigeordneten. Das Gremium trifft sich mindestens einmal im Quartal, bei Bedarf auch häufiger.

Ansprechpartner für alle Fragen rund um den Verfügungsfonds: Citymanagement Innenstadt Kleve, Tel. 0 28 21 – 711 56 56, citymanagement@kleve.de

Projektkonto für den Verfügungsfonds: Stadt Kleve, IBAN DE 56 3245 0000 0000 1042 99, Stichwort: Verfügungsfonds

Hintergrund
Das Integrierte Handlungskonzept bildet den Rahmen für die Entwicklung der Innenstadt bis Ende 2018. „Integriert“ bedeutet, dass alle Themenfelder und Funktionen einer Innenstadt berücksichtigt werden (Wohnen, Einzelhandel, Gastronomie, Kultur und öffentlicher Raum) und dass unterschiedliche Gruppen und Akteure einbezogen werden. Für Kleve wurde 2013 ein Integriertes Handlungskonzept erarbeitet. In diesem Konzept sind drei Themenfelder als Schwerpunkte festgelegt: Öffentlicher Raum, Baukultur und Kommunikation. Gefördert wird das Integrierte Handlungskonzept über die Städtebauförderung von Bund und Land, vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sowie vom Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen.

Quelle: Stadt Kleve
Foto: Stadt Kleve