Integriertes Handlungskonzept Innenstadt Kleve: Erste Fassaden saniert

Integriertes Handlungskonzept Innenstadt Kleve: Erste Fassaden saniert
Neue Fenster und frische Farbe: Die Etage über dem Geschäft „Zeitzeichen“ wurde deutlich aufgewertet.

Integriertes Handlungskonzept Innenstadt Kleve: Erste Fassaden saniert

Frischer Glanz fürs Stadtbild

Kleve. Konkrete Ergebnisse: Die ersten Fassaden, die in der Klever Innenstadt im Rahmen des Fassaden- und Hofflächenprogramms renoviert werden, zeigen sich in neuem Glanz. So konnte beispielsweise die Immobilie von Eigentümer und Geschäftsinhaber Helmut van Bebber an der Herzogstraße 10 durch Zuschüsse im Rahmen des Förderprogramms optisch aufgewertet werden. Das Förderprogramm kann im Rahmen des Integrierten Handlungskonzepts Innenstadt Kleve (IHK) in Anspruch genommen werden. Ansprechpartner für Interessenten ist das Citymanagement.

Von der Antragsstellung bis zum Abschluss der Sanierungsarbeiten dauerte es bei ihm nur ein knappes halbes Jahr. „Nachdem ich mein Vorhaben mit den zuständigen Ansprechpartnern für das Fassaden- und Hofflächenprogramm besprochen hatte, konnte ich einen fundierten Antrag stellen, der sehr schnell bewilligt wurde“, berichtet Helmut van Bebber, Inhaber des Antiquariats „Zeitzeichen“. Neben einer Dokumentation des bisherigen Zustands der Immobilie musste er eine Projektbeschreibung mit Zeichnung, einen Eigentumsnachweis und zwei vergleichbare Kostenvoranschläge einreichen.

Helmut van Bebber war einer der ersten Eigentümer, der eine Förderung durch das Fassaden- und Hofflächenprogramm in Anspruch nahm. Die Beratung über die Möglichkeiten der Förderung wie auch zur baulichen Gestaltung erfolgte bis Mai 2016 noch durch Mitarbeiterinnen des Bereichs Planen und Bauen der Stadt Kleve. Seit Mai 2016 stehen den Eigentümern das Citymanagement Innenstadt Kleve sowie ein eigens beauftragter Modernisierungsberater zur Seite.

„Die Beantragung der Fördermittel hat problemlos und sehr unkompliziert funktioniert, sodass ich meine Vorhaben zügig umsetzen konnte“, so van Bebber. Zum einen setzten die Handwerker über seinem Ladenlokal und dem benachbarten Vintage- und Retro-Geschäft „Surium“ teilweise neue Fenster ein. Zum anderen säuberten sie den Klinker im oberen Teil mit einem Hochdruckreiniger, strichen die umrandenden Flächen weiß und setzten den brüchigen Stuck wieder instand.

Nach Fertigstellung der Arbeiten erstattete die Stadt die Hälfte der Investitionskosten. Zur Erstellung des Verwendungsnachweises kontaktierte Van Bebber die beiden Citymanagerinnen Anke Haun und Nina Hangebruch vom Büro Stadt + Handel. Der Verwendungsnachweis, dem neben einer Bilddokumentation auch Rechnungen und Zahlungsnachweise beigefügt werden, ist Voraussetzung zur Auszahlung der Förderung durch die Stadt Kleve an den Eigentümer. „Die Zusammenarbeit verlief gut. Da Herr van Bebber uns zügig die benötigten Unterlagen zur Erstellung des Verwendungsnachweises übermittelte, konnte die Stadt ihm die Fördersumme schnell auszahlen“, blickt Anke Haun zurück.

Fördermittel weiterhin vorhanden

Derzeit befinden sich in verschiedenen Teilen der Klever Innenstadt weitere Maßnahmen in der Umsetzungsphase. Und auch für den weiteren Verlauf des Projekts stehen noch Fördermittel bereit, bestätigt Nina Hangebruch: „Wer Interesse am Fassaden- und Hofflächenprogramm hat, kann das Citymanagement gerne zwecks einer kostenlosen Modernisierungsberatung kontaktieren.“ Die Beratungsgespräche werden dann gemeinsam mit dem Modernisierungsberater durchgeführt.

Maßnahmen können beispielsweise eine Modernisierung des Daches oder der Außenwand sein, aber auch die Reparatur von Schäden an einer Begrenzungsmauer, die Begrünung von Garagen oder die Neugestaltung eines Hofbereichs. Die Höchstgrenze der förderfähigen Gesamtkosten liegt bei 25.000 Euro pro Maßnahme oder bei maximal 60 Euro pro Quadratmeter zu sanierender Fläche. Als Mindestinvestition für ein Vorhaben sind jedoch Gesamtinvestitionen von 2.000 Euro erforderlich. Weitere Informationen zum Förderprogramm gibt es unter www.innenstadt-kleve.de/fassadenprogramm. 

Ansprechpartner für alle Fragen rund um das Fassaden- und Hofflächenprogramm: Anke Haun, Citymanagement Innenstadt Kleve, Tel. 0 28 21 – 711 56 56, citymanagement@kleve.de

 

Hintergrund

Das Integrierte Handlungskonzept bildet den Rahmen für die Entwicklung der Innenstadt bis Ende 2018. „Integriert“ bedeutet, dass alle Themenfelder und Funktionen einer Innenstadt berücksichtigt werden (Wohnen, Einzelhandel, Gastronomie, Kultur und öffentlicher Raum) und dass unterschiedliche Gruppen und Akteure  einbezogen werden. Für Kleve wurde 2013 ein Integriertes Handlungskonzept erarbeitet. In diesem Konzept sind drei Themenfelder als Schwerpunkte festgelegt: Öffentlicher Raum, Baukultur und Kommunikation. Gefördert wird das Integrierte Handlungskonzept über die Städtebauförderung von Bund und Land, vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sowie vom Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen.