Integriertes Handlungskonzept Innenstadt Kleve

Integriertes Handlungskonzept Innenstadt Kleve
Integriertes Handlungskonzept Innenstadt Kleve

Integriertes Handlungskonzept Innenstadt Kleve

Modernisierung von Gebäuden: Tipps vom Fachmann

Kleve– Was ist bei der Modernisierung von Gebäuden in der Klever City zu beachten? Im Rahmen des Integrierten Handlungskonzepts Innenstadt Kleve (IHK) bietet die Stadt Kleve eine kostenfreie Modernisierungsberatung an. Diese Aufgabe liegt seit gut drei Monaten in den Händen des Klever Architekten Martin Eiselt. Im Zuge des Fassaden- und Hofflächenprogramms ist seine Beratung Bestandteil des Verfahrens, außerhalb dieser Fördermaßnahme kann die Leistung unverbindlich in Anspruch genommen werden. „Das Interesse ist groß, die meisten Immobilienbesitzer sind gut vorbereitet“, lautet seine bisherige Erfahrung. Den Kontakt zu ihm vermittelt das Citymanagement.

Was macht ein Modernisierungsberater genau? „Zunächst mache ich mir ein Bild von dem betreffenden Gebäude und dokumentiere den Ist-Zustand“, erklärt Eiselt. Dann folgt das Gespräch mit dem Immobilienbesitzer. Einige hätten nur eine grobe Vorstellung von ihrem Vorhaben, so dass er konkrete Vorschläge unterbreiten könne – von der Materialauswahl über architektonische Aspekte bis zur Antragstellung. „Andere wissen genau, was sie wollen, und bringen schon die entsprechenden Angebote mit zum Beratungsgespräch, manche sogar den Handwerker ihrer Wahl“, berichtet Eiselt. Einmal gab es allerdings extreme Unterschiede zwischen den eingeholten Angeboten; in diesem Fall habe er empfohlen, eine dritte Offerte nachzureichen. Nach Durchführung der Maßnahmen begutachtet er den neuen Zustand und leitet seinen Bericht an das Citymanagement weiter.

Die Bandbreite der Anfragen ist weit gefächert: Ein typisches Beispiel ist ein Geschäft, bei dem das Erdgeschoss von außen gut gepflegt ist, aber der Fassadenzustand in der ersten Etage nicht mehr mithalten kann. „In solchen Fällen sollte besser die gesamte Front gestrichen werden“, berichtet Eiselt. Sonst seien die Farbunterschiede zu stark. Bei anderen Anfragen ging es um die Erneuerung von Fenstern oder die Neugestaltung von Hofbereichen.

Bei Anträgen im Rahmen des Fassaden- und Hofflächenprogramms ist unter anderem zu berücksichtigen, dass nur die Renovierung der Frontseite von Häusern und der einsehbare Bereich von Hinterhöfen gefördert werden kann. Das bedeutet konkret: Wenn das ganze Gebäude gestrichen werden soll, muss der Auftrag in zwei Lose aufgeteilt werden. Das gilt für die Malerarbeiten ebenso wie für den Gerüstbau. Auf solche Fragen, so Eiselt, seien die bisherigen Antragsteller aber vorbereitet gewesen.

Förderung

Bei der Förderung handele es sich um einen Zuschuss, nicht um einen Kredit, betont Eiselt. Ein attraktives Angebot, das aus seiner Sicht gut angenommen werde. Er selbst habe in den ersten drei Monaten seiner Tätigkeit bereits fünf Antragsteller beraten, vor seinem Einstieg seien schon fünf weitere Anträge bearbeitet worden.

Eiselt ist seit 1999 als Architekt tätig, seit 2009 selbstständig. Für die Laufzeit des IHK – voraussichtlichbis Ende 2018 – steht er als Modernisierungsberater zur Verfügung. Der Kontakt zu Martin Eiselt läuft über das Citymanagement, telefonisch unter 02821/711 56 56 oder per E-Mail citymanagement@kleve.de erreichbar.

Hintergrund

Das Integrierte Handlungskonzept bildet den Rahmen für die Entwicklung der Innenstadt bis Ende 2018. „Integriert“ bedeutet, dass alle Themenfelder und Funktionen einer Innenstadt berücksichtigt werden (Wohnen, Einzelhandel, Gastronomie, Kultur und öffentlicher Raum) und dass unterschiedliche Gruppen und Akteure einbezogen werden. Für Kleve wurde 2013 ein Integriertes Handlungskonzept erarbeitet. In diesem Konzept sind drei Themenfelder als Schwerpunkte festgelegt: Öffentlicher Raum, Baukultur und Kommunikation. Gefördert wird das Integrierte Handlungskonzept über die Städtebauförderung von Bund und Land, vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sowie vom Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen.

Bildunterschrift: Martin Eiselt ist als Modernisierungsberater tätig. Der Kontakt zu ihm verläuft über das Klever Citymanagement.

Quelle: Stadt Kleve
Foto:Martin Eiselt