Grundstücksmarktbericht 2016 für Krefeld

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Grundstücksmarktbericht 2016 für Krefeld veröffentlicht
Grundstücksmarktbericht 2016 für Krefeld veröffentlicht

Grundstücksmarktbericht 2016

Preise sind stadtweit weitestgehend stabil geblieben

Der Verkauf von Grundstücken in Krefeld ist im Jahr 2015 gegenüber dem Vorjahr nach Fallzahlen zwar um zwei Prozent angestiegen, der Geldumsatz ist im Vergleich jedoch um fünf Prozent auf 595 Millionen Euro gesunken. Auch der Flächenumsatz ist um sieben Prozent gesunken auf nunmehr 158 Hektar. Dies geht aus dem neuen Grundstücksmarktbericht zum Stichtag 1. Januar 2016 hervor, den der Gutachterausschuss für Grundstückswerte nun veröffentlicht hat. Dieser gibt Auskunft über die durchschnittlichen Preise von unbebauten und bebauten Grundstücken in den einzelnen Stadtteilen. Die Daten werden aus Kaufverträgen aus dem vorangegangen Jahr ermittelt.

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Stadtweit sind die Preise in der Regel stabil geblieben. Um drei Prozent leicht angestiegen auf 634 sind die Kauffälle im Bereich der Ein- und Zweifamilienhäuser, der Umsatz stieg dabei sogar um sechs Prozent auf 181 Millionen Euro. „Es steht aber nicht mehr viel Bauland zur Verfügung“, sagte Holger Kuckuck, Vorsitzender des Gutachterausschusses. Deshalb liegt das Hauptaugenmerk mit 91 Prozent der Fälle auf wieder veräußerten Bestandsimmobilien. Nur neun Prozent sind Neubauten.

Die Bodenrichtwertkarte, die mit Stichtag 15. Februar ebenfalls neu aufgelegt wurde, umfasst Gebiete, die nach Art und Maß der Nutzung weitgehend übereinstimmen. Vielfach sind diese nach den Grenzen der gültigen Bebauungspläne abgesteckt, weil dort einheitliche Bebauung gegeben ist. In der Karte mit rund 700 Arealen in Krefeld gibt es kaum Steigerungen zu verzeichnen, die Preise sind stabil. Grundstücke für Wohnbebauung im Bereich Stadtwald und im Musikerviertel werden am höchsten gehandelt und kosten pro Quadratmeter durchschnittlich etwa 500 Euro. In Verberg liegt der Durchschnittswert bei 360 Euro, im Stadtteil Hüls zwischen 290 und 320 Euro. In Traar liegen die Preise bei 360 bis 390 Euro. In Kliedbruch, an der Hummelwiese am Inrath und dem Dykgebiet sind die Werte in den zurückliegenden Jahren von 320 auf 340 Euro nicht übermäßig gestiegen. Im Bereich Uerdingen liegen die Preise bei 280 Euro. In Fischeln, wo die Werte im Jahr 2014 angestiegen waren, haben sich die Preise bei rund 300 Euro stabilisiert. Hier hatten viele auswärtige Käufer für den Preisanstieg gesorgt.

Beim Wohnungseigentum sind die Verkäufe insgesamt am deutlichsten angestiegen. Hier ist ein Anstieg der Fallzahlen um zehn Prozent zu verzeichnen, der Umsatz stieg sogar um 15 Prozent. Die durchschnittliche Preissteigerung bei Eigentumswohnungen gegenüber 2015 beträgt zwei Prozent. Gewerbebauland steht kaum noch zur Verfügung, so dass der Flächen- und der Geldumsatz auf diesem Gebiet weiter abgenommen haben.

Weitere Informationen über die Bodenrichtwerte und den Grundstücksmarktbericht in Krefeld sind im Internet unter www.boris.nrw.de kostenfrei einzusehen.

Bildunterschrift: Holger Kuckuck (re), Vorsitzender des Gutachterausschusses für Grundstückswerte und sein Kollege Stefan Blumenkamp vom Fachbereich Vermessungs- und Katasterwesen präsentieren die neue Bodenrichtwertkarte für Krefeld.
Quelle: Stadt Krefeld
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken