Große Außenanlage für Nashörner eröffnet

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Zoo Krefeld: Große Außenanlage für Nashörner eröffnet
Eröffnung Nashorn-Anlage, Zoo, Uerdinger Straße; OB Frank Meyer mit Zoodirektor Dr. Wolfgang Dreßen (lks.) und Zoofreunde-Chef Friedrich R. Berlemann (r.) vor der neuen Anlage.

Zoo Krefeld: Große Außenanlage für Nashörner eröffnet

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Artenschutztag zur Neueröffnung am kommenden Sonntag

Im Zoo Krefeld wurde jetzt die neue Außenanlage für die Spitzmaulnashörner von Zoodirektor Dr. Wolfgang Dreßen und dem Vorsitzenden der Zoofreunde, Friedrich R. Berlemann im Rahmen einer Feier mit Oberbürgermeister Frank Meyer und den Sponsoren offiziell in Betrieb genommen. Das frisch angelegte Nashorngehege, das die alte Anlage ergänzt, hat eine Fläche von 2000 Quadratmetern, dazu kommen 1300 Quadratmeter Wegeführung und 400 Quadratmeter Areal für Pflanzen. „Flächenmäßig ist das unser größtes Bauprojekt seit 25 Jahren“, erklärt der Zoodirektor. Gleichwohl sei die Maßnahme weniger ein baulicher als vielmehr ein landschaftsarchitektonischer Eingriff. Neben dem Gehege selbst ist rund um die Afrikawiese ein neues Wegesystem für die Besucher entstanden.

Mit seiner 210 Meter langen Mauer aus Kunstfels und rund 500 Tonnen riesigen Natursteinen aus Gotha ist das neue Außengehege eine Attraktion. Der gleiche Sandstein wurde beim Bau des Thüringer Wahrzeichens, der Wartburg, verwendet. Darin sah Oberbürgermeister Frank Meyer in seiner Ansprache einen tieferen Sinn Oberbürgermeister: „Denn der Zoo hat sich längst zu einem der wichtigsten Wahrzeichen der Stadt Krefeld entwickelt.“ Seinen Dank richtete Meyer neben den am Gelingen der Baumaßnahme beteiligten auch an die Zoofreunde: „Hand in Hand mit der Leitung des Zoos stemmen die Zoofreunde hier ein Großprojekt nach dem anderen – und ich möchte Ihnen, lieber Herr Berlemann, und Ihren Mitstreitern für diese Einsatzfreude danken.

„Durch die Neugestaltung wird das Zentrum des Zoos deutlich aufgewertet“, freut sich auch Berlemann und betont, dass dies auch den vielen kleinen und großen Spenden zu verdanken sei. Die Gesamtkosten für das Bauprojekt belaufen sich auf 590 000 Euro. Etwas mehr als die Hälfte des Betrags konnte der Zoo dank einer Erbschaft selbst aufbringen, die restlichen 250 000 Euro steuerte der Verein der Zoofreunde bei. Wolfgang Dreßen sieht den Bau der Nashornanlage als Teilstück eines größeren Umbaus im Zoo: „Insgesamt geht es darum, die Anbindung zur
Afrikawiese attraktiver zu gestalten.“ In einem nächsten Schritt soll die neue Erdmännchenanlage entstehen, eine Art Lodge, von der aus man die Afrikawiese bestens in den Blick nehmen kann. Die Eröffnung soll ebenfalls noch in diesem Jahr stattfinden. Darauf freut sich Frank Meyer besonders, denn der Oberbürgermeister ist ein Fan der Erdmännchen.

Bisher gab es nur eine Außenanlage für die afrikanischen Schwergewichte. Doch Nashornbulle Usoni und Nashornkuh Nane konnten diesen Bereich nur in der Paarungszeit gemeinsam nutzen. Ansonsten mussten die Tiere getrennt voneinander gehalten werden und durften nur abwechselnd in den Außenbereich. Künftig können sich beide Nashörner in separaten Außenanlagen an der frischen Luft aufhalten. Für Nane, Usoni und die gemeinsame Tochter Nabila waren es aufregende Tage: Immer mal wieder durften die drei Spitzmaul-Nashörner im
Krefelder Zoo abwechselnd zeitweise ihr neues Zuhause erkunden. Die Tierpfleger gewöhnten sie so an ihr neues Gehege. „Die Tiere müssen das regelrecht trainieren“, sagt Zoodirektor Dr. Wolfgang Dreßen. „Das Gelände ist ja völliges Neuland für sie.“ Dank dieser guten Vorbereitung und einiger dort ausgelegter leckerer Rüben, klappte es auch bei der Eröffnung: Kurz nachdem der Oberbürgermeister per Fernauslöser das Tor geöffnet hatte, kamen Nane und Nabila in das neue Gehege.

Von dieser Verbesserung der Lebensbedingungen soll auch das erfolgreiche Zuchtprogramm des Zoos profitieren. In sieben Jahren kamen mit Davu, Thabo, Kibibi und Nabila gleich vier Jungtiere zur Welt, das nächste ist bereits unterwegs und soll im Herbst geboren werden. „Das ist ein Rekord und einzigartig in Nordrhein-Westfalen“, sagt Wolfgang Dreßen. Der Nashorn-Nachwuchs entpuppte sich zudem als Publikumsmagnet – und ist sicher nicht ganz unschuldig daran, dass der Zoo Krefeld inzwischen mehr als eine halbe Million Besucher pro Jahr
verzeichnet.

Am kommenden Sonntag, 10. April, können alle Besucher im Zoo Krefeld die Schwergewichte im neuen Außengehege bewundern. Mit einem Artenschutztag von
11 bis 16.30 Uhr feiert der Zoo die neue Anlage für die bedrohte Tierart noch einmal ganz groß. Es gibt an elf Stationen einiges zu entdecken. Besucher erwartet ein umfangreiches Programm rund um die Themen Natur- und Artenschutz mit vielen Aktivitäten und Infopunkten vom Zoo bei den Nashörnern, Schneeleoparden, Gorillas, Schmetterlingen, Pinguinen und Baumkängurus.

Foto: Stadt Krefeld