Gewalt an Frauen – Gleichstellungsbeauftragte informieren in Geldern

Gleichstellungsbeauftragte informieren in Geldern
Leisten am 25. November in der Gelderner Fußgängerzone couragiert und engagiert Aufklärungsarbeit gegen Gewalt an Frauen: die Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Kleve.

„Gewalt an Frauen – gib auf Dich 8!“

Gleichstellungsbeauftragte informieren in Geldern

GELDERN  „Gewalt an Frauen – Gib auf Dich 8!“ So lautet der Titel des internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen, der am 25. November verdeutlichen soll, dass vor allem häusliche Gewalt immer noch ein schwer wiegendes Problem in der Gesellschaft ist. Der Arbeitskreis der Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Kleve greift das Thema im direkten Dialog mit der Bevölkerung auf und nutzt den Gedenktag zur Präsenz an einem Infostand am Freitag, 25. November, in der Zeit von 10 bis 12 Uhr in der Fußgängerzone Issumer Straße in Geldern. Silke Lamers vom Kreis Kleve: „Wir möchten das Bewusstsein dafür schärfen, dass nach wie vor jede vierte Frau in Deutschland mindestens einmal in ihrem Leben Gewalt in den eigenen vier Wänden erlebt. Das kann niemandem in der Gesellschaft gleichgültig sein.“ Melanie Holtmann, Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Issum, ergänzt: „Unsere Aktion richtet sich gegen jede Gewalt in unserer Gesellschaft. Schweigen und Wegsehen sind keine Lösungen.“

Auch im Kreis Kleve, so betonen die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft, sei die Welt längst nicht mehr in Ordnung. Gewalt sei keineswegs ein Problem am Rande der Gesellschaft. Trotz der Aufklärungsarbeit verschiedener Akteure werde Gewalt aus der öffentlichen Diskussion meist verdrängt oder verharmlost. Bei ihrer Aktion halten die Gleichstellungsbeauftragten auch Info-Material zum Thema sowie aktuelle Flyer bereit, die über unterstützende Organisationen wie Opferschutzbeauftragte der Polizei, die Frauenberatungsstelle Impuls, das AWO-Frauenhaus Kleve oder auch Not- und Hilfetelefone informieren.

Der internationale Tag gegen Gewalt an Frauen wurde am 25. November 1981 ins Leben gerufen und geht zurück auf den Tod dreier Schwestern, die im November 1960 vom militärischen Geheimdienst in der dominikanischen Republik gefoltert, vergewaltigt und ermordet wurden.

Trotz langer Historie zeigt auch eine vergleichsweise aktuelle Studie der Europäischen Union aus dem Jahr 2014, dass immer noch jede dritte Frau in Europa schon körperliche oder sexuelle Gewalt erleiden musste.

Quelle: Stadt Geldern
Foto: Stadt Geldern