Gespräch(e) im Park – heute: Hermann Tecklenburg

Gespräch(e) im Park - heute: Hermann Tecklenburg, Führungspersönlichkeit der Real- und Bauwirtschaft
Gespräch(e) im Park - heute:Hermann Tecklenburg, Führungspersönlichkeit der Real- und Bauwirtschaft

Gespräch(e) im Park – heute:

Hermann Tecklenburg, Führungspersönlichkeit der Real- und Bauwirtschaft

In der Serie „Gespräch(e) im Park“ trifft man bekannte Persönlichkeiten im Park des Rittersitzes Haus Horst vor den Toren der historischen Hansestadt Kalkar. Heute konnte man sich wegen des Regenwetters nur kurz im weitläufigen Wildpark aufhalten und führte deshalb dieses Gespräch am knisternden Kamin im Rittersaal der Burganlage.

Nach der Begrüßung des Gastes und erfolgreichen Unternehmers Hermann Tecklenburg aus Straelen im Südkreis Kleve durch Seniorchef Heinz Josef Keller, Einrichungsleiterin Nicole Klösters-Kolk und Leiterin des Sozialen Dienstes – Anette Zollner – begann das „Gespräch am Kamin“ zur Thematik „Mittelstand und Bauwesen am Niederrhein – Zukunft und Vision“.

Für Hermann Tecklenburg ist dieses Thema reines Tagesgeschäft. So konnte er auch seinen übergroßen Wissensschatz und seine hohe Erfahrung und Kompetenz leicht verständlich in diese Runde einbringen …. kurzweilig, informativ und interessant.

Im Bereich des Mittelstandes verfügt die Region Niederrhein über einen soliden Brachen-Mix und über eine Mittelstandsstruktur mit einer sehr hohen Exportquote von über fünfzig Prozent. Der Niederrhein, so Hermann Tecklenburg, ist eine blühende Landschaft in der Mitte Europas.

Von den 250 umsatzstärksten Unternehmen in Nordrhein-Westfalen haben über 20 Unternehmen ihren Sitz am Niederrhein, als Beispiele gelten Hitachi, 3 M, LG-Electronics mit ihren Deutschland- und Europazentralen.

Zukunftsvisionen sind stark abhängig von mehreren Faktoren und Tatsachen. Beispiele: das Bauen wird immer individueller, geeignete Grundstücke werden immer seltener, technisches Wissen allein reicht heute nicht mehr aus, um Erfolg dauerhaft zu etablieren. Viele junge Menschen wünschen sich ein Eigenheim mit (kleinem) Garten, eine Doppelhaushälfte oder auch ein Reihenhaus. Ein Trend zum urbanes Leben ist feststellbar, auch bei uns am Niederrhein.

Aktuell boomt die Baubranche, die Niedrigzinsphase sorgt dafür, dass das Bauen für beide Seiten, für Investoren und Häusebauer, sehr attraktiv ist. Die Grundstückspreise bewegen sich allerdings in unermesslich hohen Regionen.

Hierbei darf nicht unerwähnt bleiben, dass unsere niederrheinische Region eine hohe Lebensqualität bietet und über eine starke Infrastruktur verfügt. Der Bausektor hat allerdings noch „Luft nach oben“, d. h. sein Marktanteil an der niederrheinischen Gesamtwirtschaft ist noch ausbaufähig. Für die Bereiche Duisburg, Kleve und Wesel lag der Anteil des Bauwesens an der gesamten Bruttowertschöpfung der niederrheinischen Unternehmen bei 5 Prozent (2014). Die Anzahl der Einzelbetriebe im Bauhauptgewerbe der IHK Duisburg liegt bei 96. Dies sind Unternehmen mit 20 oder mehr Beschäftigten, die Zahl bezieht sich auf den Mai 2016.

Das Hauptaugenmerk legt Hermann Tecklenburg auf Gewerbe-, Sozial- und Wohnimmobilien, dazu kommen denkmalgeschütze Immobilien und urbane Quartiere. Das Unternehmen schaut auf eine Geschichte zurück, die 1878 mit Gerhard Tecklenburg seinen Anfang nahm. Um wirklich „Zukunft zu schaffen“ fordert der heutige Gast eine hohe Leistungsbereitschaft mit hochgradiger Ausbildung und die Bereitschaft, immer besser zu werden, um sehr gut zu sein. Man stellt sich hier bei Tecklenburg selbst das Ziel, höchsten Qualitätsansprüchen gerecht zu werden und kürzeste Reaktionszeiten zu praktizieren und zu gewährleisten.

Anschließend führte die Leiterin des sozialen Dienstes – Anette Zollner – den Gast durch das Gesamtgebäude, durch Anlage und Bereiche dieser Burganlage und Residenz.

Hermann Tecklenburg ist nicht nur eine erfolgreiche Unternehmerpersönlichkeit, er ist – das wissen viele Fußballspieler und Fußballbegeisterte – auch „fußballverrückt“ im positiven Sinne. Ehemaliges Mitglied in den Aufsichtsräten von Fortuna Düsseldorf und KFC Uedingen sowie sein Amt als 1. Vorsitzender des SV Straelen – seit 12 Jahren – sind nur einige Eckpfeiler seiner Funktionen im Fußball. Sehr lange trainierte er die 1. Mannschaft des SV Straelen bis in die Oberliga, gibt heute noch „beim SV den Ton an“ und ist selbst sportlich sehr aktiv: tägliches Schwimmen und zwei- bis dreimaliges Fitness- und Krafttraining in der Woche halten den Unternehmer jung an Körper, Geist und Seele.

Vielen Dank, lieber Hermann, für dein Mitmachen an dieser Serie. Alles Gute für dich und all deine Mitarbeiter(innen)!

Redakteur: Willi Heuvens
Foto: Willi Heuvens