Frank Meyer und Anne Lütkes beim Tag der offenen Tür in der Samtweberei

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Frank Meyer und Anne Lütkes beim Tag der offenen Tür in der Samtweberei
Oberbürgermeister Frank Meyer (3.v.r.) und Regierungspräsidentin Anne Lütkes haben anlässlich des bundesweiten Tags des Städtebaus die Alte Samtweberei an der Lewerentzstraße besucht. Hier mit (v.l.): Baubezernent Martin Linne, Helmut Krayer, Vorstand der Carl Richard Förderstiftung, Henry Beierlorzer, Geschäftsführer Urbane Nachbarschaft Samtweberei, und Oliver Brügge von der Montag Stiftung Urbane Räume. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken

Frank Meyer und Anne Lütkes beim Tag der offenen Tür in der Samtweberei

Tag der Städtebauförderung mit verschiedenen Führungen in Krefeld

Oberbürgermeister Frank Meyer und Regierungspräsidentin Anne Lütkes haben anlässlich des bundesweiten Tags des Städtebaus die Alte Samtweberei an der Lewerentzstraße besucht. Die Montag-Stiftung Urbane Räume aus Bonn betreibt dort ein Stadtteilprojekt mit Unterstützung der Stadt Krefeld. Als sozialer und kultureller Impuls soll es für eine nachhaltige Aufwertung im Bereich Tannen-, Lewerentz- und Garnstraße sowie Deutscher Ring sorgen. „Ich bin davon überzeugt, dass eine Strahlkraft von hier ausgeht“, so der Oberbürgermeister. In und um die Samtweberei sei ein sozialer Zusammenhalt entstanden, wie man es sich vor ein paar Jahren nicht hätte vorstellen können. Das Projekt verkörpere zudem den lebendigen Gegenbeweis, dass ein interkulturelles Zusammenleben funktionieren kann.

„Hier ist ein sehr schöner Ort, in dem Sinne, dass sich hier gutes Leben entwickeln kann“, meinte Lütkes über die Perspektive des Vorhabens. Durch die Städtebauförderung habe sich die Lebensqualität in dem Viertel verbessert. Das liege auch an der hohen Beteiligungskultur seitens der Anwohner. So ein Projekt könne eben nur leben, wenn ein Viertel es trage. Und eine solche lebendige Stadtentwicklung bilde die Grundlage für eine entsprechende Förderung. Am Tag der offenen Tür kamen auch zahlreiche Besucher, um sich über das Projekt und die bereits umgesetzten Bereiche bei Führungen vor Ort zu informieren. Der Tag der Städtebauförderung war ebenso Anlass für viele Krefelder, sich das Projekthaus am Albrechtplatz anzusehen. Das Gebäude steht beispielhaft für das sogenannte Krefelder Haus. Die Stadterweiterungen sahen schmale Grundstücke vor, aus denen sich die Bauform des sogenannten Dreifensterhauses entwickelte. Dieser Haustyp wurde einerseits in einer gleichmäßigen Reihung errichtet, andererseits mit unterschiedlichen Fassadendekorationen individuell gestaltet. Zahlreiche Besucher nutzten die Möglichkeit, an zwei Führungen zur speziellen Architektur des „Krefelder Hauses“ und deren Geschichte teilzunehmen. Der Rundgang mit Stadtführer Boris Schuffels in der Rolle des Architekten Mies van der Rohe und die Führung des Museumspädagogen Thomas Janzen durch die Museen Haus Lange und Haus Esters waren ausgebucht. Das Villenensemble ist ein bedeutendes Zeugnis der Bauhausarchitektur in Krefeld. Mit Aufnahme in das Förderprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ können die erforderlichen Instandsetzungen der Häuser in 2018 durchgeführt werden.

Quelle: Stadt Krefeld
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken