Forum Wirtschaft auf Haus Horst in Kalkar ….

Forum Wirtschaft auf Haus Horst in Kalkar ...
Frank Ruffing - Hermann Tecklenburg - Willi Heuvens (von links) auf der Burggrabenbrücke von Haus Horst

Forum Wirtschaft auf Haus Horst in Kalkar ….

Der Rittersitz Haus Horst vor den Toren der mittelalterlichen Stadt Kalkar ist nicht nur ein Treffpunkt für Naturbegeisterte, für Geschichtsinteressierte und für Menschen, die in wunderschöner Umgebung inmitten verschiedener Wild- und Tiergehege ein paar erholsame Stunden verbringen möchten ….

Viele Führungskräfte aus Politik, Kirchen, Wirtschaft und Kultur treffen sich hier in Dialog- und Diskussionskreisen.

„Finanzwirtschaft trifft Realwirtschaft“, so war die heutige Thematik im Rittersaal der aus dem 12. Jahrhundert stammenden Burganlage. Zuvor unternahm man einen kleinen Rundgang durch einen Teil des Burgparkes.

Zu Gast waren zwei sehr erfolgreiche

Vertreter aus beiden Wirtschaftsbereichen. Frank Ruffing, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Kleverland eG, traf auf Hermann Tecklenburg aus Straelen, der diese auch überregional operierende Bauunternehmung in der fünften Generation mit großem Erfolg führt und leitet.
Von der reibungslosen Planung bis zur Fertigstellung verschiedenster Bauten und Bauwerke steht Hermann Tecklenburg mit seinem guten Ruf und seinem Namen.

Frank Ruffing - Hermann Tecklenburg - Willi Heuvens (von links) auf der Burggrabenbrücke von Haus Horst
Frank Ruffing – Hermann Tecklenburg – Willi Heuvens (von links) auf der Burggrabenbrücke von Haus Horst

Frank Ruffing leitet in der Kreisstadt Kleve die wohl wichtigste Universalbank nach den Vorgaben von Friedrich Wilhelm Raiffeisen, der vor knapp zweihundert Jahren geboren wurde, ein Sozialreformer war und nach dem Leitmotiv „Einer für alle – alle für einen“ handelte und mit dem Grundsatz „Gemeinsam sind auch die Schwachen stark“ diese Bewegung und somit dieses soziale Bankensystem gründete.

Übereinstimmend war man der Meinung, dass eine funktionierende Volkswirtschaft sowohl die Real- wie auch die Finanzwirtschaft benötigt. Man ist aufeinander angewiesen, eine ehrliche Zusammenarbeit mit gegenseitigem Vertrauen ist dafür zwingend erforderlich. Man sollte jedoch darauf achten, dass die Finanzmärkte nicht außer Kontrolle geraten und selbst in der Niedrigzinsphase bei allen Schwierigkeiten der Kreditinstitute durch geringere Zinsüberschüsse die Investitionsvorhaben der Realwirtschaft gesichert bedient werden müssen. Dies erhält und schafft Arbeitsplätze. Wie Hermann Tecklenburg bemerkte, verzeichnet man in der Phase niedriger Zinsen eine höher Nachfrage nach Immobilien. Weitere Punkte waren das Risikomanagement, die kurz- und mittelfristigen Zinserwartungen und auch die Zukunft der Real- und Finanzwirtschaft.

Für mich als Moderator war dies ein hochinteressantes Gespräch, beide Diskussionspartner blieben keine Antwort schuldig. Ich bin der festen Überzeugung: Man wird sich noch öfter begegnen. Das Treffen verlief harmonisch und humorvoll, jedoch auch mit Austausch harter Fakten.

So ging ein kurzweiliger – aber spannender – Dialognachmittag zu Ende ….

Redakteur: Willi Heuvens
Foto: Willi Heuvens