November, 2016

24Nov20:00Anka Zink zwischen Klosterschule und Arbeitswelt 4.0

Veranstaltungsdetails

Werner-Jaeger-Halle: Anka Zink zwischen Klosterschule und Arbeitswelt 4.0

Am Donnerstag, 24. November, kann man um 20 Uhr eine der hochkarätigsten Kabarettistinnen der deutschen Szene live in der Werner-Jaeger-Halle, An den Sportplätzen 7, Nettetal-Lobberich, erleben: Anka Zink. Ihr aktuelles Programm heißt „Wo pin ich Comedy 4.0“.

„Wo pin ich“ ist der zweite Wurf von Anka Zink zum Thema Mensch und moderne Medien. Überwogen im ersten Teil Neugier und Begeisterung, so ist das Thema jetzt die Faszination des Möglichen. Die Zukunft hat begonnen und zwar mit einer Lüge: „Ja ich habe die allgemeinen Geschäftsbedingungen gelesen.“ Lüge! „Und verstanden.“ Lüge zwei! Der moderne Mensch hat zwei gesellschaftliche Verpflichtungen: 1. Du sollst konsumieren. 2. Du sollst Daten liefern. Am besten online! Das kann kompliziert werden: Wie hieß noch mal mein Passwort? Wo muss ich das Häkchen setzen? Wo den Pin eingeben? Habe ich überhaupt schon gepinnt oder gerade gepennt?<

Unser Gehirn haben wir in unser Smartphone outgesourct. Selbst Denken wird zur Glückssache. Wir daten online und pflegen unser virtuelles „Ich“, bis wir zu uns selber „Sie“ sagen. Wir arbeiten im Homeoffice und flirten mit unserem Rasenmäher-Roboter, statt mit unserem smarten Kollegen aus der Kaffeeküche, der uns längst vergessen hat und dem wir nur noch über Google Tracking auflauern können.

Anka Zink reflektiert das Leben im Netz und fragt sich, ob es Netzstrumpfhosen bald als App gibt, ob man selbstfahrende Autos auch auf „Besoffen“ programmieren kann. Ob Multitasking schizophren macht, ob wir bei so viel Nähe unser iPhone vor Erkältungen schützen müssen und ob es mit dem richtigen Vibrationstool auch untenrum glücklich macht. Ob sich die Arbeitswelt 4.0 schneller ausbreitet als der Islam und wie hoch die Dunkelziffer derer ist, die aus dem Netz nicht mehr zurückkehren.

Anka Zinks Humor ist profiliert, aber niemals bösartig, Anka Zink hat eine Meinung, und sie sagt sie. Vor allem aber begründet sie ihre Haltung, selbst wenn sie dafür ein wenig länger ausholen muss. Dabei zwickt sie der Gefälligkeit gerne mal in die Wade. Das Gemeinste an ihr ist ihre Liebenswürdigkeit. Sie hat eine angenehme Art, ihr Publikum zu fesseln, und zwar mit Scharfsinn und damit, dass sie Dinge ausspricht, die andere sich denken, aber nie sagen. Dank ihrer Klosterschulerfahrung versteht sie es perfekt, anstößige Witze zu machen und dabei die Unschuld zu behalten.

Eintrittskarten sind zum Preis von 18 Euro bei der NetteKultur, Doerkesplatz 3, Nettetal-Lobberich, Telefon 02153/898-4141, E-Mail: nettekultur@nettetal.de, erhältlich. Für Schüler, Studenten, Auszubildende, Empfänger von Sozialleistungen, Bundesfreiwilligen- und Wehrdienstleistende kosten die Eintrittskarten 11 Euro.

Quelle: Stadt Nettetal
Foto: Jürgen Spachmann

Zeit

(Donnerstag) 20:00 Uhr

Ort

Werner-Jaeger-Halle

An den Sportplätzen 7, 41334 Nettetal

Veranstalter

Werner-Jaeger-Halle, NettetalTelefon: 02153 911797 An den Sportplätzen 7, 41334 Nettetal

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