Oktober, 2016

27Okt18:00„Die Zeit heilt nicht alle Wunden“ – Gesprächsabend zu Kriegstraumata

„Die Zeit heilt nicht alle Wunden“ – Gesprächsabend zu Kriegstraumata

Veranstaltungsdetails

„Die Zeit heilt nicht alle Wunden“ – Gesprächsabend zu Kriegstraumata

EMMERICH AM RHEIN. Die Seniorenvertretung und die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Emmerich am Rhein laden am 27. Oktober 2016 um 18 Uhr im PAN kunstforum (Agnetenstraße 5) zu einem Vortrags- und Gesprächsabend zum Thema „Die Zeit heilt nicht alle Wunden – Krieg und Flucht, damals und heute“ ein. Ute Bluhm-Dietsche, Fachärztin für psychosomatische Medizin und Psychotherapie hat mit vielen Patienten und Angehörigen gearbeitet, die durch den 2. Weltkrieg Traumata erlitten haben.

In der Veranstaltung  stehen die direkten Folgen der seelischen Verletzungen durch Krieg für Kinder und Enkelkinder im Mittelpunkt. Es wird aber auch darum gehen, wie das unsere Einstellung gegenüber Flüchtlingen beeinflusst und Wege, wie wir die Folgen solcher Traumata mildern können.

Das Thema „Krieg“ und seine Folgen ist nicht nur in den täglichen Nachrichten ständig präsent, sondern durch die nach Deutschland gekommenen Flüchtlinge auch für viele von uns hautnah spürbar. Wir werden dadurch, mehr oder weniger bewusst, mit unserer eigenen Kriegs- und vielleicht auch Fluchtgeschichte konfrontiert und reagieren darauf unterschiedlich, je nach Alter, eigenen oder vermittelten Erfahrungen mit dem Thema, Lebenssituation und -einstellung.

Das beherrschende Thema der Auswirkungen des 2. Weltkriegs in Deutschland war lange das der Kriegsschuld durch Täterschaft. Dass auch seelische Verletzungen bei der deutschen Bevölkerung hervorgerufen wurden, konnte lange nicht gedacht werden. Erst in den letzten 10 bis 15  Jahren, damit mehr als 50 Jahre nach dem 2. Weltkrieg, wurde dieses Thema ins Licht der Öffentlichkeit gerückt und beforscht. Anfangs befürchtete man, dass das Thema „Kriegskinder/Kriegsenkel“ und “Kriegsschuld“ der Deutschen nicht zusammengehöre. Inzwischen ist erwiesen, das viele Geflüchtete von damals traumatisiert sind.

Im Anschluss des Vortrages ist Gelegenheit zum Austausch im Gespräch gegeben.

Bildunterschrift: Ute Bluhm-Dietsche ist Fachärztin für psychosomatische Medizin und hat bereits viele Kriegstraumatisierte behandelt.

Quelle: Stadt Emmerich
Foto: Stadt Emmerich / Ute Bluhm-Dietsche

Zeit

(Donnerstag) 18:00 Uhr

Ort

PAN Kunstforum Niederrhein e.V.

Agnetenstraße 2, 46446 Emmerich am Rhein

Veranstalter

Stadt Emmerich am RheinTelefon: 0 28 22 / 75-0 Geistmarkt 1, 46446 Emmerich am Rhein

X