September, 2016

11Sep14:30Animations-Special mit Trickfilmmacher Michel Ocelot

Animations-Special mit Trickfilmmacher Michel Ocelot

Veranstaltungsdetails

Animations-Special mit Trickfilmmacher Michel Ocelot

„Les Contes de la Nuit“ in der Black Box

Autor: Braun, Anne und Tives, Marian

Das Filmmuseum Düsseldorf präsentiert im Rahmen der Sonderausstellung „Lotte Reiniger und der absolute Film“ am Sonntag, 11. September, ein Animations-Special mit dem preisgekrönten Trickfilmmacher Michel Ocelot. In der Black Box wird um 14.30 Uhr sein Animationsfilm „Les Contes de la Nuit“ gezeigt. Der Film greift die Silhouetten-Technik Lotte Reinigers auf und zeigt, wie bedeutend diese Technik für den zeitgenössischen Animationsfilm noch heute ist. Michel Ocelot ist persönlich zu Gast und wird anschließend mit dem Kurator der Ausstellung, Matthias Knop, über die Silhouetten-Animationstechnik und Lotte Reinigers Einfluss sprechen.

Zum Film

„Les Contes de la Nuit“ erzählt von einem Jungen, einem Mädchen und einem Techniker in einem alten Kino, die sich selbst Geschichten ausdenken. Zauberer und Elfen nehmen den Kinosaal in Besitz, tapfere Stallburschen verzehren sich nach schönen Prinzessinnen, Werwölfe heulen, und es gibt Städte aus Gold und Wälder, die so tief sind, dass niemand einen Weg aus ihnen herausfindet. Und wie bei jedem guten märchenhaften Abenteuer muss auch immer das Böse besiegt werden.

Michel Ocelot greift in seinem Film die Silhouetten-Animationstechnik von Lotte Reiniger auf, deren Film „Die Abenteuer des Prinzen Achmed“ von 1926 heute zu den Klassikern des Trickfilms gehört. Genau wie in Reinigers Werk nimmt Ocelot sein Publikum in „Les Contes de la Nuit“ auf eine Reise, wie in den Geschichten aus „Tausendundeiner Nacht“. Dabei ermöglicht die digitale Technik es dem Filmemacher atmosphärische Raum- und Farbwelten zu erschaffen, die magisch wirken. „Les Contes de la Nuit“ gehörte 2011 zum offiziellen Wettbewerb der 61. Berlinale.
Zum direkten Vergleich wird als Vorfilm „Das tapfere Schneiderlein“ (1954) von Reiniger vorgeführt, in dem sie das Grimmsche Märchen neuinterpretiert. Dafür wurde sie auf der 6. Biennale in Venedig 1955 mit dem Silber-Delphin ausgezeichnet.

Nach dem Film

Nach der Filmvorführung findet ein Podiumsgespräch mit Michel Ocelot und dem Kurator der Reiniger-Ausstellung, Matthias Knop, über die Silhouetten-Animationstechnik und Lotte Reinigers Einfluss statt. Auch das Publikum ist herzlich willkommen, Fragen zu stellen. Das Gespräch findet auf Englisch statt.
Eintrittskarten können beim Filmmuseum, Schulstraße 4, unter 0211-8992232 reserviert werden.

Informationen zum Film
Sonntag, 11. September, 14.30 Uhr
Les Contes de la Nuit
F 2011 · 84 Minuten · OmeU · digital1080p · FSK 0
Regie: Michel Ocelot

Vorfilm:
The gallant little Tailor · Das tapfere Schneiderlein
GB 1954 · 10 Minuten · ohne Dialog · 35mm · FSK 0
Regie: Lotte Reiniger
Hintergrund: Michel Ocelot

Zur Person

Michel Ocelot wurde am 27. Oktober 1943 in Villefranche-sur-Mer geboren. Von den Scherenschnitten Lotte Reinigers inspiriert, wollte er schon früh eigene Filme herstellen. 1982 bekam er seinen ersten César für den Kurzfilm „La Légende du Pauvre Bossu“. „Kiriku und die Zauberin“, sein erster abendfüllender Film, gewann 1999 einen Preis auf dem Festival d’Animation Annecy. Mit dem Film gelang Ocelot der Durchbruch und wurde international bekannt. Es folgte mit „Kiriku und die wilden Tiere“ eine Variation des ersten Films. „Azur und Asmar“ aus dem Jahr 2006 war Ocelots erster Animationsfilm, der am Computer entstand. Im Jahr 2007 drehte er das Video für Björks „Earth Intruders“. Seine zuletzt entstandene 3D-Animationsproduktion „Kiriku und die Männer und Frauen“ feierte 2013 beim Trickfilmfestival Stuttgart seine deutsche Premiere.

Bildunterschrift: Kampf mit dem Drachen „Les Contes de la Nuit“
Foto: © Nord-Ouest Films, Studio O, StudioCanal
Quelle: Stadt Düsseldorf

Zeit

(Sonntag) 14:30 Uhr

Ort

Black-Box

Schulstraße 4, 40213 Düsseldorf

Veranstalter

Filmmuseum DüsseldorfTel.: 0211 8992232 Schulstraße 4, 40213 Düsseldorf

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