Equal Pay Day: Lohnlücke stagniert bei 22 Prozent

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Kleve unterstützt Equal Pay Day
Kleve unterstützt Equal Pay Day

Equal Pay Day –  Spiel mit offenen Karten

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Die Gleichstellungsbeauftragten der Städte Emmerich und Kleve unterstützt Forderungen nach Entgeltgleichheit

Kleve, 08.03.2016 Am 19. März ist Equal Pay Day. Bis dahin haben Frauen in Deutschland gratis gearbeitet, während Männer schon seit dem 1. Januar bezahlt werden.  „Die Lohnlücke beträgt in Deutschland laut Statistischem Bundesamt 22 Prozent“. Jedes Jahr steht der Tag für Lohngleichheit unter einem anderen Motto. Im Fokus liegt einer der Faktoren, die die Lohnkluft verursachen. In diesem Jahr geht es um Transparenz in Gehaltsstrukturen.

Spiel mit offenen Karten – Was verdienen Frauen und Männer?

Wissen Sie, was Ihre Kolleginnen und Kollegen in vergleichbaren Positionen verdienen? Gespräche über Gehälter sind in Deutschland oft noch Tabu: Über Geld spricht man nicht. Transparente Gehaltsstrukturen bilden jedoch die Basis für eine gerechte Lohnfindung. Durch sie kann aufgedeckt werden, ob Frauen und Männer für gleichwertige Tätigkeiten gleich bezahlt werden. „Erst wenn die Karten offen liegen und geschlechtsspezifische Lohnunterschiede zu Tage treten, können Frauen sich gegen ungleiche Bezahlung zur Wehr setzen“, sagt die Gleichstellungsbeauftragte Yvonne Tertilte-Rübo, Stadt Kleve. „100 Euro für ihn,

78 Euro für sie. Wo gibs denn sowas?“ ergänzt die Emmericher Gleichstellungsbeauftragte, Elisabeth Schnieders.

Sind geschlechtsspezifische Lohnunterschiede im Betrieb sichtbar geworden, wird es schwierig für Unternehmen, dieses Ungleichgewicht nicht aktiv zu beseitigen. Gleichzeitig können Unternehmen mit geschlechtergerechten Verdienststrukturen punkten. Sie signalisieren damit Fairness und setzen sich im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte von der Konkurrenz ab.

Auch im Gehaltspoker ist Transparenz ein wichtiger Faktor: Damit Frauen ihre Ansprüche auf das gleiche Gehalt durchsetzen können, müssen die Spielregeln für alle nachvollziehbar sein. Nur wenn Frauen wissen, was ihre Kolleginnen und Kollegen in vergleichbaren Positionen verdienen, können sie souverän bei Gehaltsverhandlungen auftreten und gewinnen. Die Gleichstellungsbeauftragten der Städte Emmerich am Rhein, Elisabeth Schnieders und Kleve, Yvonne Tertilte-Rübo, unterstützen daher die Forderungen nach transparenten Spielregeln bei der Lohngestaltung, um auf diesem Weg der Entgeltgleichheit einen Schritt näher zu kommen. Bürgerinnen und Bürger die sich am Equal Pay Day öffentlich für mehr Lohngleichheit einsetzen möchten, erhalten im Bürgerbüro der Stadt Kleve, kostenlos die abgebildeten roten Taschen für Lohngleichheit.

Über den Equal Pay Day

2008 wurde der Equal Pay Day, der internationale Aktionstag für die Entgeltgleichheit zwischen Männern und Frauen, auf Initiative der Business and Professional Women (BPW) Germany erstmals in Deutschland durchgeführt. Entstanden ist der Tag für gleiche Bezahlung in den USA. Initiatorinnen waren die amerikanischen Business and Professional Women

(BPW/USA), die 1988 die „Red Purse Campaign“ ins Leben riefen, um auf die bestehende Lohnkluft hinzuweisen. Mehr Informationen zum Equal Pay Day unter www.equalpayday.de.

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Kontakt:

Yvonne Tertilte-Rübo, Gleichstellungsbeauftragte Stadt Kleve
Telefon: 02821-84279
E-Mail: yvonne.rübo@kleve.de
Elisabeth Schnieders, Gleichstellungsbeauftragte Stadt Emmerich am Rhein
Telefon: 02822-751951
E-Mail: elisabeth.schnieders@stadt-emmerich.de

Bildunterschrift:

Gleichstellungsbeauftragte Elisabeth Schnieders, Stadt Emmerich am Rhein, und Yvonne Tertilte-Rübo, Stadt Kleve, im Klever Rathaus.

Die Gleichstellungsbeauftragten der Städte Emmerich und Kleve fordern gerechte Spielregeln bei der Lohngestaltung. Bürgerinnen und Bürger die sich am Equal Pay Day öffentlich für mehr Lohngleichheit einsetzen möchten, erhalten die abgebildeten roten Taschen für Lohngleichheit kostenlos, in den Bürgerbüros der Städte Emmerich und Kleve. Weitere Infos: www.kleve.de oder www.emmerich.de

Internationaler Aktionstag für gleiche Bezahlung von Frauen und Männern

der Equal Pay Day (EPD) markiert symbolisch den geschlechtsspezifischen Entgeltunterschied, der laut Sta­tistischem Bundesamt aktuell 22 Prozent in Deutschland beträgt.

Umgerechnet ergeben sich daraus 78 Tage (21,6 % von 365 Tagen) und das Datum des EPD am 19. März 2016.

Angenommen Männer und Frauen bekommen den gleichen Stundenlohn: Dann steht der Equal Pay Day für den Tag, bis zu dem Frauen umsonst arbeiten, während Männer schon seit dem 1.1. für ihre Arbeit bezahlt werden.

www.equalpayday.de

 

Quelle: Stadt Kleve
Foto: Sandra Osei