Ein Kunstwerk für den Campus Kleve

Nach der Enthüllung war die Freude bei allen Beteiligten über das entstandene Kunstwerk riesengroß.

Ein Kunstwerk für den Campus Kleve

Studierende des Bachelorstudiengangs „Kindheitspädagogik“ kreieren gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Montessorischule der Stadt Kleve und der Künstlerin Nicole Peters ein neues Kunstwerk „Miteinander Sitzskulptur Campus Kleve“ für die Hochschule Rhein-Waal.

Kleve/Kamp-Lintfort, 22. November 2016: Unter Leitung der Künstlerin Nicole Peters und Prof. Dr. Heike Helen Weinbach, Professorin für Pädagogik mit dem Schwerpunkt Didaktik im Kindesalter, kreierten Studierende aus dem dritten und fünften Semester des Bachelorstudiengangs „Kindheitspädagogik“ gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Montessorischule der Stadt Kleve eine Sitzskulptur für den Campus Kleve. Im Rahmen des Projekts wurde mit allen Beteiligten gemeinsam der gesamte künstlerische Prozess, von der ersten Idee über den Modellbau bis zur Umsetzung des Objekts in eine Großplastik, durchlaufen.

Zu Beginn des Semesters erstellten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verschiedene Miniatur-Tonmodelle der Sitzskulptur, in die sämtliche ihrer kreativen Ideen und Fantasie einfließen konnten. Im Rahmen einer Abstimmung wurde aus den zahlreichen Modellen der Siegerentwurf ausgewählt, der schließlich Vorlage für das neue Kunstwerk war.

Zur Entstehung der Sitzskulptur modellierten die kleinen Künstlerinnen und Künstler das Modell zunächst in tatsächlicher Größe aus Styropor am geplanten Standort neben dem Gebäude 5 auf dem Campus der Hochschule Rhein-Waal in Kleve, bevor es mit glasfaserarmierten Beton geformt wurde. Nach der Aushärtung der Betonskulptur trugen die Studierenden und Kinder gemeinsam ein buntes Fliesenmosaik auf, das die Sitzskulptur farblich hervorhebt. Die „Miteinander Sitzskulptur Campus Kleve“ ist ein aufgeschlagenes Buch. Dicke Buchseiten bilden einen Regenbogen. Die wichtigen Worte stehen in englischer Sprache geschrieben – Hope, Freedom, Love, Education, Diversity, Respect. Auf der rechten Seite strahlt eine Sonne als Peace-Zeichen. Ein Krokodil verlässt gerade dieses Buch und trifft auf der Rasenfläche auf Fuchs und Hase.

Entsprechend dem partizipativen Ansatz arbeiteten Studierende und Kinder in allen Projektphasen mit und entschieden demokratisch über die Ausgestaltung der Sitzskulptur. Im Fokus des Projekts standen dabei der Dreiklang aus der Entwicklung eines künstlerischen Werks, dem Prozess der Gestaltung und der Freude an dem Gemeinschaftserlebnis. Studierende und Kinder lernten dabei, künstlerisch und kreativ tätig zu sein, ihre Ideen handwerklich umzusetzen und partizipativ in einer Gruppe zu agieren. Parallel sammelten die mitwirkenden Studierenden und Kinder neue taktile Erfahrungen, bildeten im handwerklichen Prozess grobmotorische und feinmotorische Fähigkeiten aus und schulten ihr räumliches Vorstellungsvermögen bei der Übertragung der Musterentwürfe auf die Betonskulptur. Die Zusammenarbeit in einer Gruppe mit unterschiedlichsten Persönlichkeiten, mit individuellen Stärken, Wahrnehmungen und Erfahrungshintergründen, förderte die Teamfähigkeit sowie kommunikative und soziale Fähigkeiten. Außerdem konnten die Studierenden dabei wertvolle

berufsrelevante Erfahrungen sammeln und ihre Kompetenzen im Projektmanagement ausbauen. „Sowohl für die Studierenden als auch für die Kinder sehe ich positive Effekte der Zusammenarbeit im gemeinsamen Projekt. Die Studierenden lernten nicht nur, wie sie Kinder bestmöglich auf der Baustelle anleiten können, sondern auch, was bei Teamarbeiten wichtig ist, denn dabei sollten sich Studierende und Kinder auf einer Ebene treffen und nicht als Erwachsene auf die Kinder herunter schauen. Denn auch die Studierenden konnten von den Kindern lernen. So habe ich mir von einem Kind einen Ratschlag beim Fliesenlegen eingeholt oder mir bei meinem ersten Mörtelanrühren von einem in dem Bereich schon erfahreneren Kind helfen lassen. Durch solche Interaktionen merkten die Kinder, dass auch sie wichtig sind und gebraucht werden, und das werden sie hoffentlich positiv in Erinnerung behalten“, erklärt die Studierende Elena Heinzer.

Finanziell unterstützt wurde das Projekt vom Förderverein der Hochschule Rhein-Waal – Campus Cleve e.V., vom Förderverein Hochschule Rhein-Waal e.V., der GMG Holding GmbH + Co. Gocher-Mineral-Gewinnungsgesellschaft KG sowie der Firma Heicks & Teutenberg GmbH.

Nicole Peters ist studierte Kunstpädagogin und ist insbesondere für ihre künstlerischen Projekte an öffentlichen Plätzen, an Kitas und Schulen bekannt. Zu ihren letzten Projekten gehört der „Gorilla Willi“ an der Willibrordschule in Kleve-Kellen, den sie gemeinsam mit Kindern des offenen Ganztages gestaltet hat.

Quelle: Hochschule Rhein-Waal
Foto: Hochschule Rhein-Waal