Deutsch-russische Kunstausstellung in der Viersener Festhalle

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Deutsch-russische Kunstausstellung in der Viersener Festhalle
(von links): Dr. Paul Schrömbges (Erster Beigeordneter der Stadt Viersen), Garvin Dickhof (Stadt Viersen, Kulturabteilung) Bronislav Tamulevich, Tatjana Misevich, Brigitte Baggen (Stadt Viersen, Abteilungsleiterin Kultur), Sophia Epifanova, Barbara Schönian, Thomas Liehr

Deutsch-russische Kunstausstellung in der Viersener Festhalle

„Hier & Dort“ heißt die aktuelle Ausstellung von 18 Porträts aus Ost und West, die noch bis zum 15. Januar 2017 in der Viersener Festhalle zu sehen ist. Zugänglich ist sie während der Veranstaltungen in der Festhalle und nach Vereinbarung unter Telefon 02162 101369. Entstanden ist die Ausstellung aus einem Projekt anlässlich der 18. deutsch-russischen Kulturtage in Khabarovsk im vergangenen Jahr.

„Wir sind sehr erfreut und glücklich, unsere Khabarovsker Ausstellung hier in Viersen zeigen zu können“, sagt Tatjana Misevich, Organisatorin der deutsch-russischen Kulturtage. 18 Portraits von Menschen werden in Bild und Schrift sowohl vor- als auch einander gegenüber gestellt. Geschaffen wurde die Ausstellung von einem internationalen Team, das sich vorrangig über Telefonate und IT-Kommunikation ausgetauscht hat.

Barbara Schönian, die Grafiken entwickelt hat, sagte, sie komme selbst seit vielen Jahren mit ihren Stuttgarter Kunstfreunden nach Wladiwostok und Khabarovsk. Dort beteilige sie sich an Kunst- und Tanzprojekten. Für „Hier & Dort“ habe sie „meinen Hamburger Freund Thomas Liehr gewonnen, die Fotografien beizusteuern. Wanda Hummel aus Berlin hat die Texte geschrieben.“

Ähnlich verhielt es sich auf der russischen Seite. In Khabarovsk haben Valerij Spidlen die Fotografien, Bronsilav Tamulevich die Grafiken und Sophia Epifanova die Texte entwickelt. So ist eine Bild- und Textfolge entstanden, die nicht nur unterschiedliche künstlerische Wahrnehmungen von Menschen in Bild und Wort präsentiert, sondern auch die verschiedenen Entwicklungen der Kultur in einen Zusammenhang bringt.

„Der Ausstellungstitel Hier & Dort knüpft an die geographische Entfernung zwischen Deutschland und Russlands Fernem Osten an“, sagte Tatjana Misevich, „verweist aber auf wesentlich mehr.“ Die Ausstellung lade mit ihrer Gegenüberstellung den Betrachter zum Verweilen und Kommentieren ein.

Nach Viersen sei die Ausstellung aufgrund eines glücklichen Zufalls gekommen, sagt Misevich: „Im vergangenen Jahr besuchte eine Viersener Delegation anlässlich des deutsch-russischen Fachkräfteaustausches unsere Kulturtage. Wir kamen ins Gespräch.“ Dabei sei die Idee entstanden, die Ausstellung auch in Deutschland, eben in Viersen, zu zeigen. Sie sagte weiter: „Wir sind sehr dankbar für den lebendigen künstlerischen und geistigen Austausch.“ Miteinander zu sprechen und gemeinsame Kulturaktionen zu veranstalten, sei in der heutigen Zeit sehr wichtig: „Das verbindet und trennt nicht.“

Quelle: Stadt Viersen
Foto: Stadt Viersen