Citymanagement Innenstadt Kleve: Bilanz und Ausblick

Citymanagement Innenstadt Kleve: Bilanz und Ausblick
Im Mai gestartet: Die Citymanagerinnen Anke Haun (links) und Nina Hangebruch haben bereits zahlreiche Förderprojekte angeschoben.

Citymanagement Innenstadt Kleve: Bilanz und Ausblick

Fördergelder sprudeln

Im Mai dieses Jahres hat das Klever Citymanagement seine Arbeit aufgenommen. Im Rahmen des Integrierten Handlungskonzepts Innenstadt Kleve (IHK) beraten Anke Haun und Nina Hangebruch vom Büro Stadt + Handel aus Dortmund Händler, Gewerbetreibende und Immobilienbesitzer bis Ende 2018 zur Entwicklung der Innenstadt. Einen Schwerpunkt bilden die Förderprogramme Verfügungsfonds sowie Fassaden- und Hofflächenprogramm. Im Interview zieht Citymanagerin Anke Haun eine positive Zwischenbilanz und blickt auf das kommende Jahr.

Wie lautet Ihre Bilanz des vergangenen Halbjahres?

Wir sind mit den ersten Monaten sehr zufrieden, freuen uns über die positive Resonanz. Wir haben Förderprojekte mit einem Investitionsvolumen von insgesamt rd. 555.300,00 Euro (rd. 506.160,00 Euro im Fassaden- und Hofflächenprogramm (davon Förderung in Höhe von rd. 94.900,00 Euro) und rd. 49.140 Euro im Verfügungsfonds (davon Förderung in Höhe von rd. 23.370,00 Euro) angeschoben. Das ist ein sehr guter Start.

Wie sind Sie vorgegangen?

Zunächst haben wir uns ein Bild der Innenstadt gemacht und uns bei vielen Akteuren vorgestellt, beispielsweise beim KCN, dem Haus- und Grundbesitzerverein Kreis Kleve sowie bei weiteren Einzelhändlern, Gewerbetreibenden und Immobilienbesitzern. Parallel dazu sind wir in die konkrete Beratung eingestiegen, vor allem zu den Förderprogrammen.

Wie beurteilen Sie das Interesse an den Förderprogrammen?

Sehr gut! Im Rahmen des Fassaden- und Hofflächenprogramms wurden insgesamt 18 Beratungen durchgeführt, zehn davon hat das Citymanagement zusammen mit dem Modernisierungsberater, dem Architekten Martin Eiselt, bewerkstelligt. Zehn Förderanträge wurden bereits bewilligt und die ersten Maßnahmen umgesetzt. Diese werden wir nach und nach vorstellen, um weitere Immobilienbesitzer zum Mitmachen zu motivieren. Das klappt natürlich am besten mit konkreten Erfolgsbeispielen.

Etwas erklärungsbedürftiger ist der Verfügungsfonds. Hier wurden bereits zwei Projekte bewilligt, die in Kürze realisiert werden. Drei weitere Maßnahmen befinden sich in der Genehmigungsphase. Speziell für diesen Fonds hat die Stadt ein unabhängiges Entscheidungsgremium ins Leben gerufen, das sich einmal im Quartal trifft und über eingereichte Ideen berät.

Der dritte Bereich ist das Geschäftsflächenmanagement. Hierfür haben wir als ersten Aufschlag eine Befragung der Eigentümer leerstehender Ladenlokale der Klever Innenstadt gestartet. Die Befragung wurde gemeinsam mit Christian Jankowski von der Technischen Universität Kaiserslautern durchgeführt. Herr Jankowski widmet sich dem Thema Geschäftsflächenmanagement im Rahmen seiner Abschlussarbeit. Nach Auswertung der zurückgesandten Fragebögen verfügen wir im besten Fall über ein klares Bild zum Stand der Dinge und können Konzepte für mögliche Nutzungen entwickeln.

Was sind Ihre Schwerpunkte für 2017?

Im kommenden Jahr wollen wir vor allem den Verfügungsfonds bekannter machen. So ist im ersten Quartal eine Informationsveranstaltung geplant, bei der wir unter anderem konkrete Beispiele aus anderen Städten vorstellen. Mit diesem Förderinstrument können wir in Kleve noch einiges erreichen. Zudem werden wir weiterhin intensiv zum Fassaden- und Hofflächenprogramm beraten und weitere Aktionen zur Attraktivitätssteigerung der Innenstadt anstoßen. Außerdem wollen wir die Klever inspirieren, viele eigene Ideen zu entwickeln und sich in das IHK einzubringen. Wir wollen in den kommenden beiden Jahren so viele Projekte wie möglich zum Wohle der Innenstadt umsetzen.

Jetzt geht es in den kurzen Weihnachtsurlaub?

Ja, hinter uns liegen intensive Monate. Wir sind am Freitag, 6. Januar wieder vor Ort erreichbar. Wir wünschen an dieser Stelle allen Klevern ein frohes Fest, besinnliche Feiertage und einen guten Rutsch ins Jahr 2017. Wir freuen uns auf viele gemeinsame Aktionen zusammen mit den Akteuren vor Ort, mit denen wir die City in den kommenden beiden Jahren voranbringen können.

Das Citymanagement ist montags von 14 bis 18 Uhr und freitags von 10 bis 14 Uhr in den Räumen des Klever Stadtmarketings, Opschlag 11-13, erreichbar. Ansprechpartnerin ist Anke Haun, Tel. 0 28 21 – 711 56 56, citymanagement@kleve.de

Hintergrund

Das Integrierte Handlungskonzept bildet den Rahmen für die Entwicklung der Innenstadt bis Ende 2018. „Integriert“ bedeutet, dass alle Themenfelder und Funktionen einer Innenstadt berücksichtigt werden (Wohnen, Einzelhandel, Gastronomie, Kultur und öffentlicher Raum) und dass unterschiedliche Gruppen und Akteure  einbezogen werden. Für Kleve wurde 2013 ein Integriertes Handlungskonzept erarbeitet. In diesem Konzept sind drei Themenfelder als Schwerpunkte festgelegt: Öffentlicher Raum, Baukultur und Kommunikation. Gefördert wird das Integrierte Handlungskonzept über die Städtebauförderung von Bund und Land, vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sowie vom Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen.

Quelle: Stadt Kleve
Foto: Stadt Kleve