Bescheidenheit und Überheblichkeit – eine kleine ZEN-Geschichte zu Weihnachten

Bescheidenheit und Überheblichkeit - eine kleine ZEN-Geschichte zu Weihnachten
Bescheidenheit und Überheblichkeit - eine kleine ZEN-Geschichte zu Weihnachten

Bescheidenheit und Überheblichkeit – eine kleine ZEN-Geschichte zu Weihnachten

Ein Schüler der japanischen Kampfkünste hat viele Jahre bei einem bekannten ZEN- und Kampfkunstmeister gelebt, dort trainiert, meditiert und sich immer weiter in die Materie der Kampfkünste vertieft ….

Eines Tages, unmittelbar nachdem er den Rang eines Fortgeschrittenen erhielt, sprach er zu seinem Meister: Meister! Ich werde einige Monate durchs Land wandern, um auch einmal andere Meister kennen zu lernen ….

Nach vielen Tagen der Wanderung durch die Bergwelt erreichte er einen See mit einer Einsiedelei, in dem ein alter Meister schon seit vielen Jahrzehnten meditierte, übte und versuchte, Geist und Technik zu vervollkommnen ….

Der Schüler, mittlerweile zum Meister tendierend, beobachtete den Einsiedler eine Weile und sprach: Lieber Meister, die Technik, die du da immer wieder übst, ist vom Ablauf her nicht richtig, du solltest einige Dinge beachten, die ich dir jetzt zeige …. gesagt …. getan. Der Meister bedankte sich, der Schüler setzte seine Wanderung fort.

In der Nacht – mitten in den Wäldern – wurde der Schüler von einigen Wegelagerern aufgehalten, die einen bewaffneten Überfall auf ihn planten.

Erschrocken von der Vielzahl der Angreifer war es ihm kaum möglich, sich zu verteidigen. Plötzlich und unerwartet sprang der alte Meister aus dem Gebüsch, entwaffnete mehrere Angreifer und beendete blitzschnell die Attacke.

Dann verneigte sich der Meister vor dem Schüler und sagte: Nochmal wollte ich mich für deine Korrekturen hinsichtlich meiner Techniken bedanken …. verneigte sich erneut und entschwand zwischen den Bäumen ….

Redakteur: Willi Heuvens
Foto: Willi Heuvens