Aktion zum Welt-Pinguintag im Zoo Krefeld

Aktion zum Welt-Pinguintag im Zoo Krefeld
Aktion zum Welt-Pinguintag im Zoo Krefeld

Aktion zum Welt-Pinguintag im Zoo Krefeld

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Internationale Initiative macht auf aktuelle Bedrohung in Chile aufmerksam

Mit Informationsständen und einer Unterschriftensammlung wird sich der Zoo Krefeld am Sonntag, 24. April, an einem weltweiten Aktionstag beteiligen, der auf eine aktuelle Bedrohung von Humboldt-Pinguinen aufmerksam machen soll. Aufgerufen dazu hat die Artenschutzorganisiation „Sphensico – Schutz des Humboldt-Pinguins e.V.“ Erstmals treten Zoologische Gärten und andere Organisationen aus Chile, Deutschland, England, Frankreich und Peru am Welt- Pinguin-Tag gemeinsam für den Schutz der Humboldt-Pinguine ein und wenden sich an die Öffentlichkeit. Der Bau von zwei Industriehäfen in Chile gefährdet 13 000 Brutpaare der bedrohten Pinguinart. Der Zoo Krefeld hat selbst Humboldt-Pinguine und möchte durch die Aktion zum Schutz der in freier Wildbahn lebenden Artgenossen beitragen.

Über 186 000 Menschen in aller Welt haben bereits eine Online-Petition unterzeichnet. Diese sollen am 25. April, dem Welt-Pinguin-Tag, an die chilenische Präsidentin Bachelet überreicht werden, mit der Aufforderung, den Bestand der Humboldt-Pinguine nachhaltig zu schützen und nicht durch Hafen-Projekte in Nordchile zu gefährden. Die Humboldt-Pinguine stehen auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) und gelten als „gefährdet“. Der Pazifik rund um die Insel Chañaral in Nordchile ist einer der Hotspots der Artenvielfalt. Acht Wal- und neun Delfinarten suchen in den Gewässern des kalten Humboldtstroms nach Nahrung. Große Tümmler ziehen hier ihre Jungen auf. Tausende Pinguine tauchen in den Meeresschutzgebieten nach Anchovis und Sardellen. Die dortige „Reserva Nacional Pingüino de Humboldt“ beheimatet rund 80 Prozent der Freilandpopulation der Erde. Der Bau der Häfen könnte die Spezies somit an den Rand des Aussterbens bringen. Andere Meerestiere würden durch Schiffsverkehr und Wasserverschmutzung empfindlich gestört. Die Küstenbewohner verlören Einkommen aus Fischfang und Tourismus.

Dass Widerstand etwas bewirkt, zeigte der Kampf gegen drei Kohlekraftwerke in derselben Region im Jahr 2010. „Rettet den Regenwald“ und „Sphenisco“ sammelten damals mehr als 18 000 Unterschriften. Nach dem Protest lokaler Aktivisten wurden die Pläne zurückgezogen. Jetzt kämpfen Bürger, Naturschützer und Wissenschaftler erneut für die Humboldt-Pinguine und ihre Meeresregion. Informationen gibt es im Internet: www.sphenisco.org oder www.regenwald.org.

Bildunterschrift: Die Humboldt-Pinguine im Zoo Krefeld in ihrem schönen Gehege
Quelle: Stadt Krefeld/ Zoo Krefeld
Foto: Zoo Krefeld / Vera Gorissen