Vier Fragen an Nina Ruge, Buch-Autorin, bekannte deutsche Fernsehmoderatorin

0
64
Vier Fragen an Nina Ruge, Buch-Autorin, bekannte deutsche Fernsehmoderatorin und geschätzte Journalistin
Vier Fragen an Nina Ruge, Buch-Autorin, bekannte deutsche Fernsehmoderatorin und geschätzte Journalistin

Vier Fragen an Nina Ruge, Buch-Autorin, bekannte deutsche Fernsehmoderatorin und geschätzte Journalistin

Fast alle Fernsehzuschauer, Literaturfreunde, Leserinnen und Leser sowie Menschen, die hochwertige, spannende und interessante Journalistik lieben, kennen Nina Ruge. Die sympathische und beliebte Moderatorin nimmt Menschen mit, kann begeistern und überzeugen.

Gerne war Nina Ruge bereit, an meiner Serie „Vier Fragen an ….“ mitzuwirken.

1. Immer mehr Menschen leben in Ängsten, in Angst um ihren Job, ihre Gesundheit und ihr Leben im Alter. Wiie kann man hier effektiv gegenwirken?

Nina Ruge

Ja – wir leben in unsicheren Zeiten: Terrorgefahr, Eurokrise, Trump – das Überraschungs-Ei, Putin und Erdogan zündeln vor unserer Haustür, die Flüchtlingskrise… „Wir müssen lernen, uns geborgen zu fühlen in der Unsicherheit“, sagt uns Picasso, und für mich heißt das: Den Weg nach innen gehen und entdecken, dass alles schon da ist, in uns. Wärme, Liebe und Geborgenheit. Das große Geschenk des Lebens. Die Freude am Lebendigsein. Was? Das soll alles sein? Das soll mir helfen, mit Krisen besser umzugehen?, fragen Sie vielleicht. Ich frage zurück: Kann es sein, dass wir den Zugang verloren haben zu dem Wichtigsten im Leben? Zu dem Bewusstsein nämlich, dass in uns allen die Kraft wirkt, die ewig ist? …die immer schon da war – und die immer da sein wird. Nur wir müssen irgendwann gehen. Die Kraft des Lebens ist ewig. Was wäre, wenn es uns gelänge, dieses Bewusstsein – sagen wir – des ‚Göttlichen‘ in uns, in unseren Alltag zu heben? Sozusagen als sanftes Hintergrundprogramm, das ständig unsere innere Festplatte reinigt und stärkt? Ein solches Bewusstsein kann wie ein geistiger Schutzmantel wirken vor allem, was Angst macht. Denn ich bin ja mit meinem inneren Kraftquell immer verbunden. Von heute auf morgen strickt sich ein solcher Schutzmantel allerdings nicht. Doch das lässt sich üben. Und das Üben tut unendlich gut. Genau das hoffe ich, mit meinem Online-Coaching zu ermöglichen.

2. Im Buddhismus sagt man, man solle weder in der Vergangenheit noch in der Zukunft leben. Man lebt HIER und JETZT. Liebe Nina Ruge, ist es sehr schwer, dieses zu vermitteln?

Nina Ruge

Ein Leben im JETZT heißt Ja-Sagen zum Leben, zu allem, was geschieht – und das Beste draus zu machen. Und auch das ist eine Frage der Übung! Wenn ich über Jahrzehnte eingeübt habe, mich über das Wetter, blöde Autofahrer, merkwürdige Kollegen oder renitente Kinder zu be-‚schweren‘ – dann werde ich mental auch ‚schwer‘. „Das Leben selbst ist es, das dem Menschen Fragen stellt. Er hat nicht zu fragen, er ist vielmehr der vom Leben Befragte, der dem Leben zu antworten – das Leben zu ver-antworten hat“. Das sagte einer, der fast drei Jahre KZ überlebt hat, der jüdische Psychiater Viktor Frankl. Es mag unfassbar anmuten, doch er be-‚schwert‘ sich nicht in seinem Weltbesteller von 1946: „…trotzdem JA zum Leben sagen – ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager“. Er ‚antwortet‘ diesen unfassbar brutalen, entwürdigenden Bedingungen mit der Frage nach dem Sinn, den er seinem Leben gibt. Sich dem stellen, was ist. „Es geht nicht darum, dass es mir gut geht. Es geht darum, dass ich für etwas gut bin“. Aus dieser Haltung heraus bin ich im Jetzt. Und dann geht es mir gut.

3. Am Gang, am Verhalten und in der Kommunikation erkennt man in der heutigen Zeit oft das fehlende Selbstbewußtsein der Menschen. Wo liegen die Gründe hierfür?

Nina Ruge

Das Wort ‚Selbst-Bewusstsein‘ – sagt alles. Wenn ich mir dessen bewusst bin, was an Wärme, Liebe und Geborgenheit in mir wohnt – und wenn ich meinem Leben bewusst einen Sinn gebe, der über mich hinausweist, dann verändert sich meine Haltung. Innen und außen. Wenn ich weiß, wie stehe, wo ich bin und wohin ich gehe, dann bin ich ein aufrechter Mensch. Entscheidend ist allerdings: Sich um das eigene innere Wachstum zu kümmern, kostet Zeit, Das bedeutet, ich muss lernen, NEIN zu sagen zu den „Zerstreuungen“, „Ablenkungen“, die uns den ganzen Tag umspülen – und uns den wesentlichen Dingen widmen, mit Freude, Konzentration und Achtsamkeit. Dann wächst das ‚Selbst-Bewusstsein‘, und wie!

4. Innere Ruhe und Gelassenheit findet man meines Erachtens auch durch die Kampfkünste Japans, welchen Weg raten Sie?

Nina Ruge

Viele kleine Übungen, über den ganzen Tag hinweg – die ich mir selber maßschneidere. Jeder hat seinen eigenen inneren seelischen Fingerabdruck auf sämtlichen Tagesabläufen, und jeder braucht seine kleinen „Stupser“, die ihn immer wieder an das erinnern, was wesentlich ist. Ich habe mir meinen eigenen kleinen „Werkzeugkasten“ an Übungen zusammengestellt, den ich ständig verändere und erweitere. Ein Beispiel von so vielen: Ich stelle mich den ganzen Tag über auf „Empfang“ – für kleine Wunder. Ein Lichtstrahl, der tanzt. Ein Lächeln, das ich verschenke und das einen anderen Menschen erreicht. Mein Hund, der glücklich über eine Wiese springt – es gibt unzählige Momente, die ich bewusst nutzen kann: Vertiefe dein Leben, und die Zeit hört auf, dir davonzulaufen.

Als jemand, der sich seit über fünfzig Jahren mit den Kampfkünsten Japans und dem ZEN beschäftigt und diese auch übt, kann ich sagen, dass mir diese Worte von Nina Ruge bestens gefallen haben. Ich bedanke mich auch im Namen vieler Leserinnen und Leser bei Nina Ruge, wünsche ihr viel Schaffenskraft und optimale Gesundheit und Stärke für die Zukunft.

Wer sich für innere Stärke und Gelassenheit in hektischen Zeiten interessiert, schaue doch bitte auf die Seite von Nina Ruge:

https://www.alleswirdgutcoaching.de/

…. und hier die offizielle Website von ihr und ihrer professionellen Arbeit:

http://nina-ruge.de/

Redakteur: Willi Heuvens
Foto: Uli Volle/Nina Ruge